#35: Trauma hoch 2 – Unfallchirurgie trifft Psychotherapie

Shownotes

Was bedeutet Trauma – und wie unterschiedlich zeigt es sich im Körper und in der Psyche? In dieser Vierundzwanzigsieben-Spezialfolge spricht Moderator Philipp Katzmann mit Dr. Andrea Möllering, Chefärztin der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, und Dr. Niklas Grüneweller, Oberarzt in der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Sie reden über Trauma aus zwei Perspektiven: aus der körperlichen und der psychischen Sicht. Sie zeigen, warum Heilung gut gelingt, wenn Körper und Psyche gemeinsam betrachtet werden, wie Patientinnen und Patienten nach schweren Unfällen begleitet werden und weshalb interdisziplinäre Zusammenarbeit dabei eine zentrale Rolle spielt.

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00:00:03:

00:00:11: Herzlich willkommen zum Podcast Vierundzwanzig Sieben.

00:00:14: Ich begrüße heute wieder zwei Gesprächspartner, weil wir einen Themen-Podcast wieder haben mit dem Thema, was wir uns gegeben haben, Trauma hoch zwei.

00:00:24: Und ich habe die Freude zu sprechen mit der Chefärztin Dr.

00:00:29: Andrea Müllering, Fachärztin für Psychiatrie.

00:00:32: Psychotherapie und psychosomatische Medizin.

00:00:36: Und ich habe die Freude, mit Dr.

00:00:38: Niklas Grüneweller zu sprechen, verarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

00:00:43: So wie habe ich gelesen, spezielle Unfallchirurgie.

00:00:46: Und dann kommen lauter Abkürzungen, die müssen wir jetzt erklären.

00:00:49: Dürfen wir die gerade weglassen oder soll ich die alle mal nehmen?

00:00:51: Die können

00:00:52: wir weglassen, das ist eigentlich alles gewacht.

00:00:53: Wir wissen, was Sie sehen.

00:00:55: Schön, dass Sie da sind.

00:00:56: Herzlich willkommen.

00:00:57: Danke für die Einladung.

00:00:59: Wir haben uns überlegt, zu dem großen Thema Trauma zu sprechen.

00:01:04: Und das wissen Sie als Expertinnen und als Experte am besten ist ein Riesenthema gerade aus der unterschiedlich fachlichen Sicht.

00:01:13: Und wir wollen uns diesem Thema ein bisschen nähern.

00:01:16: und ich habe gedacht zu Beginn wäre es vielleicht ganz interessant von Ihnen zu hören, wenn Sie diesen Begriff hören, Trauma Frau Dr.

00:01:25: Möllering, was bedeutet er für Sie persönlich in Ihrem Berufsalltag?

00:01:29: Der Begriff Trauma stellt natürlich einen zentralen Aspekt meiner Tätigkeit dar.

00:01:34: Ich leite eine Klinik, die eine Traumaschwerpunktklinik ist.

00:01:38: Das heißt, wir behandeln überwiegend Menschen die schwere und komplexe traumatische Erfahrungen gemacht haben.

00:01:44: Und gleichzeitig, wenn ich den Begriff höre, wird mir immer wieder deutlich, wie komplex er eigentlich ist und wie er auch verwendet wird.

00:01:51: Und dass man vielleicht denkt, man spricht über das Gleiche, aber das ist gar nicht so.

00:01:56: Sondern es sind oftmals ganz unterschiedliche unterschiedliche Vorstellungen, die damit verbunden werden.

00:02:02: Und wenn Sie Herr Dr.

00:02:03: Köhnewelle als Unfallchirurg und Orthopäde den Begriff Trauma hören, was fällt Ihnen dazu ein?

00:02:09: Dann

00:02:09: bin ich vor allem im unfallchirurgischen Bereich und denke an eine von außen auf ein Individuum einwirkende Kraft, die was mit diesem Menschen macht.

00:02:19: Und vor allen Dingen erstmal eine Verletzung, eine somatische Verletzung, eine Verletzung von einer Region oder von mehreren Regionen.

00:02:27: Dann ist man auch schnell beim Fachbegriff des Polytraumas.

00:02:32: Im Prinzip ist es eine von außen auf den Körper einwirkende Kraft.

00:02:35: Und das ist im Prinzip erstmal relativ einfach.

00:02:39: Unfallchirurgisch zumindest.

00:02:41: Als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe und ein bisschen dazu geforscht habe im Internet, wie man das so macht, bin ich auch irgendwann natürlich auf unsere eigene Klinikseite gekommen und auf das Trauma-Zentrum und habe festgestellt, beide Kliniken für die sie stehen, sind in diesem Trauma-Zentrum verzeichnet.

00:02:56: Und dann habe ich mich gefragt, gibt es aus Ihrer Arbeit einen besonderen Moment, der Ihnen gezeigt hat, wie eng Körper und Psyche eigentlich zusammenhängen, selbstverständlich ohne.

00:03:07: zu große Details zu Patientinnen und Patienten zu nennen, aber sie sind geübt, herinnen anonymisiert über Fälle zu sprechen.

00:03:14: Fällt Ihnen aber was ein?

00:03:16: Also aus unserer täglichen Arbeit eigentlich, wenn wir mit Patienten zu tun haben, die ... durch einen Unfall traumatisiert sind, also verletzt sind in erster Linie, aber dann zum Beispiel Probleme haben in der Bewältigung dieser Verletzung, weil sie im Alltag eingeschränkt sind.

00:03:34: Sie haben vielleicht eine Funktion verloren, sind eingeschränkt in ihrem täglichen Leben, haben eine Rückenverletzung, eine Wirbelsäulenverletzung, können ihren Beruf nicht mehr ausüben.

00:03:45: Und dann ist die Traumatisierung immer auch... einhergehend mit einer psychischen Komponente.

00:03:53: der Patient fängt an zu grübeln und merkt, dass er nicht mehr das Campus früher mal kann, dass er sich verändert hat, vielleicht verändern muss, das ist dem häufig noch nicht so bekannt.

00:04:03: Und da fängt dann diese Schnittmenge dann an, wo wir dann auch, sag ich mal, eine Behandlung des Traumaß.

00:04:11: auf anderem beruhten haben müssen, damit wir das Individuum nicht nur somatisch vielleicht wieder in den besten möglichen Zustand wieder versetzen können, sondern auch psychisch, dass er wieder am Leben teilhaben kann und wieder das Leben auch genießen kann, berufsfähig ist und einfach wieder der alte Mensch ist, der er vorher war im Idealfall.

00:04:32: Dokten Sie da an, was Sie psychisch oder psychosomatisch unter dem Traum am Verstehen?

00:04:38: Na, ich würde gerne noch einmal zurückkommen zu Ihrer Frage, weil ich glaube, das macht noch mal so Psychosomatik auch deutlich.

00:04:44: Mich hat, glaube ich, sehr geprägt eine Situation während meines Studiums.

00:04:48: Da habe ich tatsächlich in der Chirurgie eine Formulatur gemacht, so eine Art Praktikum.

00:04:54: Und da wurde mehrfach eine junge Frau operiert, die einen völlig vereiterten Bauch hatte.

00:04:59: Und es war eine Frau mit einer psychiatrischen Erkrankung, die immer wieder über Bauchschmerzen geklagt hat.

00:05:05: Und die Ärztinnen haben das damals rein psychisch gedeutet.

00:05:10: Und es war aber tatsächlich eine schwere körperliche Problematik.

00:05:14: Und diese Frau ist auch gestorben.

00:05:16: Und ich glaube, das war so für mich etwas, wo ich mir geschworen habe.

00:05:20: Es muss medizinisch.

00:05:22: die der Körper gut im Blick bleiben und das psychische, wie gerade der Kollege auch sagt, dürfen wir genauso wenig vernachlässigen.

00:05:30: Aber wir müssen gut gucken, was steht im Vordergrund.

00:05:33: Und während meiner Psychiatriezeit war das eine zweite Patientin, eine alte Dame, die immer wieder schwerste Rückenschmerzen hatte.

00:05:41: Und der hat man das Steißbein teilweise herausoperiert, was ja also aus medizinischer Sicht glaube ich, gar keine Indikation gab es dafür, aber sie hatte immer wieder über die Schmerzen so sehr geklagt und gejammert.

00:05:56: dass die Ärztin es rein auf den Körper geschoben haben.

00:05:59: Und in der Psychiatrie hat man dann gemerkt, dass das eigentlich eine schwere psychiatrische Schmerzerkrankung war.

00:06:06: Und diese beiden Fälle haben mir so deutlich gemacht, man kann Körper und Seele aus meiner Sicht nicht trennen.

00:06:13: Und muss aber gucken, was steht in dem Moment, in dem ich jetzt ärztlich gefragt bin oder natürlich auch in einer anderen Profession, im Vordergrund, ohne das andere aus dem Blick zu

00:06:24: verlieren?

00:06:24: dass ich das gerade nochmal einen interessanten Blickwinkel finde, der irgendwie logisch ist, aber das wird mir zwar mal klar.

00:06:30: Dr.

00:06:30: Kühnweller, Sie hatten ja gerade beschrieben, da kann ich auch gut mitgehen.

00:06:33: Sie haben einen Trauma im unfärchigirurgischen Sinn, irgendeine Außerkraft hat eingewirkt, Knochen gebrochen, Frakturen etc.

00:06:40: und Sie kriegen das wieder hin.

00:06:42: Aber es entsteht sozusagen eine psychische oder eine seelische Belastung daraus.

00:06:47: Gehirnen bei Ihnen standardmäßig andersherum, sozusagen somatische Untersuchungen dazu, weil Sie müssen ja immer daran mitdenken.

00:06:53: Bei Ihnen stellen sich ja die Patientinnen und Patienten in der Regel mit einer psychiatrischen oder psychischen Thematik vor.

00:06:59: Und von dort aus wieder an was Somatisches zu denken, ist ja auch, ist das eine Herausforderung, ist das Alltag.

00:07:04: Es muss immer mitlaufen als Thema, aber wenn Sie jetzt konkret fragen, wer zu uns in die Klinik kommt, wir machen immer auch eine körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung, wenn jemand Medikamente bekommt.

00:07:16: eine EKG-Untersuchung und wir müssen auch wissen, dass Voruntersuchungen bei bestimmten Symptomen auch schon erfolgt sind.

00:07:24: Also ich sage mal... erstmalig aufgetreten, schwere körperliche Schmerzen, Kopfschmerzen zum Beispiel, für die es keine andere Erklärung gibt, da muss man natürlich körperlich erst einmal gucken.

00:07:35: Und auch während der Behandlung bei uns, wenn jemand zum Beispiel eine Gangstörung hat aus psychischen Gründen, müssen wir immer auch im Blick haben, dass zusätzlich sich auch etwas Körperliches einstellen kann.

00:07:47: Also, dass jemand eine psychosomatische oder auch psychiatrische Erkrankung hat, schließt nicht aus.

00:07:54: dass auch etwas Körperliches kommen kann.

00:07:56: Gleichzeitig, wenn wir jemanden haben mit zum Beispiel Herzbeschwerden und dieser Mensch wurde schon einmal abgeklärt, dann ist es auch ganz wichtig, dass man sich auch traut, psychosomatisch dann vielleicht mit einem psychischen Schwerpunkt zu gucken und nicht den dritten Katheter zu machen, der den Menschen vielleicht sogar in Gefahr bringt, falls ihr alles auch risikoreiche Eingriffe letztendlich sind.

00:08:22: Jetzt ist es ja so weiß ich oder kann ich auch aus Ihren Erzählungen vermuten, dass die Patientinnen und Patienten bei Ihnen ja nach einem gewissen Krankheitsweg ankommen.

00:08:33: Es ist ja selten so, dass irgendeinen die sich bei ihnen vorstellen und sagen, ich hab da mal ein Thema, sondern das ist ja sozusagen ein Weg dahinter.

00:08:41: Das ist bei ihnen ja mitunter anders, wenn die nach einem Autounfall, also ich jetzt Mitte-Vierzig-Auto-Unfall, also vorher eigentlich schon aus dem Krankenhaus gewesen, außer vielleicht beruflich.

00:08:53: Aber komme da mit Verletzung an.

00:08:55: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:08:56: Da ist ja nicht so eine Zeit und Ruhe drin, sondern da ist ja immer Dynamik und Dampf auf dem Kessel.

00:09:00: Was passiert eigentlich da, wenn so ein Mensch mit solchen Verletzungen beispielsweise am Unfall kommt, was passiert da?

00:09:07: Also das läuft sehr standardisiert ab und wir sind hier auch nie, also aus der Krankenhaussicht zumindest nie die ersten, die diesen Patienten behandeln.

00:09:15: Je nach Verletzung schwerer kommt der Patient teilweise auch mit einem Rettungsmittel und eine Notarztbegleitung in unsere zentrale Notaufnahme, wird aber auch vorher telefonisch angekündigt.

00:09:25: Wir wissen schon ungefähr, was der Patient haben könnte anhand von primären Untersuchungen.

00:09:31: Und dann geht das sehr standardisiert durch.

00:09:33: Es wird dann je nach Einschätzung ein sogenannter Schockraum ausgelöst.

00:09:39: Das heißt also, es werden alle verfügbaren und der forderlichen Fachabteilung sozusagen hinzugezogen.

00:09:45: Anesthesie Radiologie wird informiert.

00:09:48: Vielleicht auch die Kinderchirurgie kommt auch manchmal vor.

00:09:51: Wobei da auch das manchmal genau anders rumläuft, dass die uns informieren, um diesen Patienten von Anfang an möglichst gut zu versorgen.

00:09:58: Und dann wird letztendlich Das rein wird das.

00:10:02: Ganz H-Klein durchdezidiert, wird der Patient durchuntersucht.

00:10:06: Er wird sozusagen im Schockraum, in diesem räumlichen Schockraum, wird er an die Klinikmannschaft sozusagen von der Notfallmannschaft übergeben.

00:10:15: Es werden einmal die ganzen Parameter genannt, wird genannt, was passiert ist, was man eruieren konnte, was für Verletzungen vorliegen, Offensichtliche, was für Erkrankungen vielleicht vorliegen, was an Anamnese gemacht werden kann, was an Fremdanamnese... vielleicht auch bei einer Fremdannahmen dieser Heros zu finden war.

00:10:33: Und dann wird Prinzip kann man das auch.

00:10:37: Ja, das geht jetzt vielleicht ein bisschen zu den Tiefen.

00:10:39: nach RTLS, werden Luftweg, Beatmung, Kreislaufsysteme und die ganzen Peripherrenstrukturen einmal so untersucht und so in Sicherheit gebracht.

00:10:48: in Anführungsstrichen.

00:10:50: Das ist sehr wahrscheinlich, dass der Patient jetzt erst mal überlebt.

00:10:55: Und es wird erst mal dazu übergegangen, man behandelt das zuerst, was ein Patient zuerst Töten könnte.

00:11:02: What kills first, ist der Begriff da.

00:11:05: Und das wird dann der Reihe nach abgearbeitet.

00:11:08: und dadurch, dass das sehr strukturiert von Staaten geht und die ganzen Fachkliniken auch diese selben Algorithmen haben, kann man da sehr gut in einer solchen kritischen Situation zusammenarbeiten und den Menschen dann auch in vielen Fällen dann auch sehr gut helfen.

00:11:23: Und dann werden Blutuntersuchungen gemacht, das ist geguckt, ob man den Patienten enturbieren muss, man macht einen Ultraschall vom Bauchraum, man macht einen Röntgen vom Brustkorb, vom Becken.

00:11:31: Um sozusagen von großen Verletzungen immer auf kleinere Verletzungen zu schließen, hinter ist man dann mit den Patienten im Spiral CT und sucht dann vielleicht noch irgendwelche kleine Knöchelchen, die vielleicht noch gebrochen sein könnten.

00:11:45: Und so findet man dann letztendlich heraus, wenn diesen Patienten manchmal auch kennen, ohne dass man mit ihm redet.

00:11:51: Das ist so.

00:11:52: Und es ist natürlich so, dass am Anfang das sehr somatisch fokussiert ist, selbstverständlich, weil es ums Überleben geht.

00:12:00: Und klar ist, dass das Lebensgefäß ausgeschlossen wird.

00:12:03: Mal angenommen, der Patient wird dann, was ja dann in der Regel bei so schweren Verletzungen ist, auch stationspflichtig.

00:12:08: Und sie gehen einen ganzen Weg mit diesem Patienten oder dieser Patientin.

00:12:13: Gibt es was, woran sie... Erkennen oder merken, jetzt geht es ja eigentlich nicht mehr nur reinkörperlich.

00:12:19: Würden Sie für Merkmale festschneiden?

00:12:21: Das ist sicherlich etwas, was eher so sekundär auftritt.

00:12:26: Dadurch, dass wir die Patienten heutzutage gar nicht mehr so lange in der Akutversorgung haben und die auch relativ schnell dann in Reha-Kliniken gehen.

00:12:35: kriegen wir diesen Umschlagpunkt zwischen der akuten somatischen Traumatisierung und der vielleicht mehr seelischen Komponentin, den kriegen wir als Unfassicherung gar nicht so akut mit, sondern wir sehen das dann häufig erst, wenn die sich dann wieder in den Sprechstunden vorstellen, weil vielleicht noch was gemacht werden muss, eine Platte noch entfernt werden muss oder irgendein Gelenk vorübergehend durchgestellt worden ist mit einem Fixateur und der Fixateur dann entfernt werden muss.

00:12:59: Und dann kommt es zunehmend zu solchen Erscheinungen, wo man sagt, okay, der Patient Der hat jetzt eine Verletzung und die ist jetzt versorgt, aber eigentlich ist die die Funktion, die er damit erzielt, eigentlich viel zu schlecht für das, was er damit, die er eigentlich zu diesem Zeitpunkt haben sollte.

00:13:17: Und dann muss man da auch mal daran denken, spielt da vielleicht die Psyche auch mit eine gewisse Angst, eine Extremität zu belasten, eine Extremität oder einen Gelenk wieder krumm zu machen, belasten, unter Belastung wieder zu bräugen, Angst vor Schmerzen, genau.

00:13:33: Manchmal ist es auch so was wie sekundärer Krankheitsgewinn und die Patienten merken gar nicht, dass sie sich sozusagen in einer nicht ganz ungefährlichen Spirale befinden, weil sie denken, okay, sie haben Schmerzen, eigentlich haben sie aber nur... Seitdem sie Schmerzen haben, viel mehr Leute um sich herum, die sich um sie kümmern.

00:13:55: Das kommt auch manchmal vor.

00:13:56: Aber in der frühen Phase sehen wir sowas wie eine psychische, seelische Komponente.

00:14:05: relativ selten.

00:14:07: Ich sehe sie nicken, die Höhren, Höhre sehen sie nicht nicken, aber sie stimmen zu bzw.

00:14:11: würde ich mal vertiefen fragen, wie macht sich denn ein Trauma bemerkbar, wenn die körperlichen, die sichtbaren Verletzungen eigentlich geheilt sind?

00:14:20: Ja, ich habe genickt, weil ich in diesem Zusammenspiel Unfallchirurgie und Psychosomatik genau diesen Aspekt, dass oftmals auffälligkeiten, psychische Auffälligkeiten erst nach einiger Zeit deutlich werden, weil am Anfang oft die körperliche Verletzungsschwere im Vordergrund steht.

00:14:37: Darum habe ich gerade genickt.

00:14:39: Ich würde gerne nur einen Punkt noch erwähnen wollen, als Sie sagten, zu uns kommen die Menschen mit einer längeren Vorlaufphase.

00:14:45: Das stimmt, wenn Sie auf unsere Klinik abzielen.

00:14:49: auch auf Psychotherapie oftmals abzielen.

00:14:52: Wenn wir jetzt gerade den Begriff Trauma haben, dann ist es etwas dieses plötzlicher auf den Menschen eintreffen und den Menschen aus seinem Susaien reißen.

00:15:02: Das trifft natürlich auch auf psychischer oder kann auf psychischer Ebene zutreffen.

00:15:06: Wir sehen es gerade in der Schweiz bei diesem schrecklichen Unglück.

00:15:10: Und so ist es auch, dass Menschen völlig aus ihrem Leben gerissen werden können, die vielleicht noch nie etwas mit Psychotherapie, mit Probleme zu tun hatten.

00:15:20: und dem wird Rechnung getragen, indem es so Notanlaufstellen gibt.

00:15:25: In Deutschland gegründet in NRW, vor allem die Traumaambulanzen hier im evangelischen Klinikum an die Klinik für Psychiatrie, angegliedert, ähnlich wie bei ihnen in der Unfallschirurgie, wo Menschen, die gerade ein schreckliches Erlebnis hatten und vielleicht merken sie, können nicht schlafen, sie haben andere Auffälligkeiten, halt auch Raschhilfe benötigen.

00:15:48: zu ihrer Frage, aber wie man einen Trauma merkt oder wie man psychische Auffälligkeiten merkt.

00:15:54: Auch da gibt es die ganze Bandbreite.

00:15:56: Der Kollege hat es gerade schon gesagt, Ängste, depressive Symptome, die auftreten können.

00:16:01: Ganz klassisch nach Traumatisierungen sind oftmals ist oftmals die sogenannte Symptomtrias.

00:16:07: Das heißt, drei Bereiche, die deutlich werden, das ist das ständige Wiedererleben der traumatischen Situation.

00:16:13: Das ist so das Kernkennzeichen und das ist auch keine Erinnerung, sondern es ist so, als passiert es gerade wieder.

00:16:20: Dann ein ausgeprägtes Vermeideverhalten, also das Betroffene versuchen gar nicht konfrontiert zu werden mit dem, was mit der traumatischen Situation verbunden ist und so ein, das nennen wir Hyperarousal, das ist eine Übererregbarung.

00:16:35: Also, als ob der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist und das äußert sich dann oft durch Schlafstörungen, durch so eine Form von Angespanntheit, Schreckhaftigkeit, manchmal aber auch Reizbarkeit.

00:16:49: Und das wird oft dann verkannt, weil man dann denkt, was hat denn dieser Mensch und gar nicht versteht, dass dieser Mensch eigentlich gerade in einem Wiedererleben?

00:16:58: Und wenn ich es da konkret mache und angenommen, wir bleiben mal bei dem Autounfallbeispiel und ich komme zu ihm nach so einem schweren Autounfall, bin körperlich eigentlich geheilt, aber sage Frau Dr.

00:17:06: Müllerungi, ich schaff das nicht mehr ins Auto zu steigen.

00:17:09: Was würden Sie mir empfehlen?

00:17:10: Würden Sie sagen, naja, du solltest dich schon konfrontieren und musst irgendwie wieder Auto fahren lernen oder?

00:17:17: Aus der psychischen Traumatherapie heraus würde man sagen, die Konfrontation ist der Goldstandard.

00:17:24: Das heißt, man würde schon schauen, wie kann dieser Mensch sich langsam wieder mit dieser Situation konfrontieren, damit das Gehirn versteht.

00:17:34: Es ist ein Ereignis der Vergangenheit.

00:17:36: Das geht aber leider nicht immer so, gerade nicht so einfach, indem man sagt, konfrontier dich doch, sondern man muss natürlich auch sehr individuell schauen.

00:17:46: sehr umschriebenes Ereignis, wo der Mensch ansonsten vielleicht sehr stabil lebt, auch die Vorgeschichte sehr stabil ist, dann reicht manchmal schon, wenn man, wie sie das sagen, aufklärt Zusammenhänge herstellt, weil das oftmals Menschen gar nicht mehr so ins Zusammenhang bringen.

00:18:02: Vor allem nicht, wenn sie vielleicht nicht die typische Symptomatik haben.

00:18:06: Also jemand, der merkt, ich möchte ins Auto steigen und der Film läuft wieder vor meinem Auge ab und ich gerate in Panik und kann nicht mehr ins Auto.

00:18:15: Der wird schneller den Zusammenhang herstellen.

00:18:17: Ein Mensch, der aber vielleicht ins Auto steigen möchte und plötzlich nur eine Panik, also in Anführungszeichen nur eine Panikattacke bekommt, Und das Unfallereignis liegt vielleicht zwei Jahre zurück oder vielleicht noch länger, der wird sich gar nicht unter Umständen verstehen und wird denken, woher kommt diese Panikattacken und wird im ungünstigsten Fall dann auch ungute Mechanismen entwickeln.

00:18:40: Und da hilft es dann, oftmals den Menschen zu erklären, wie diese Zusammenhänge sind.

00:18:46: Und wenn das nicht hilft, dann ist es schon wichtig zu gucken, welche spezifische Hörer Unterstützung ist jetzt hilfreich.

00:18:54: Manchmal ist dann eine sogenannte Traumakonfrontation, also eine Methode.

00:18:59: Da gibt es verschiedene, wo man die Menschen in die alte Situation, in das traumatische Ereignis zurückführt, aber sozusagen Sicherungsleinen angebracht hat.

00:19:10: Eine Methode heißt EMDR, das kennen einige Menschen, wo man mit zu bestimmten Augenbewegungen etwas macht.

00:19:17: Eine andere Methode ist Narrative Expositionstherapie.

00:19:21: Da geht es darum, es in Worte zu bringen.

00:19:24: Dann gibt es die klassischen konfrontativen Verfahren in der Verhaltenstherapie.

00:19:29: Und aus unserer Erfahrung heraus ist das bei sehr umschriebenen Traumaerfahrung.

00:19:34: die meist einen doch relativ gesunden Menschen treffen, auch wirklich sehr rasch möglich.

00:19:39: Dann braucht man oftmals auch gar nicht viel Therapie.

00:19:43: Wenn Sie sich aber vorstellen, dieses Unfallereignis ist vielleicht komplexer.

00:19:48: Also zum Beispiel, es ist einer Angehöriger zur Tode gekommen oder es gibt vielleicht sogar eine schuldhafte Komponente oder es gibt in der Lebensgeschichte schwere Belastung.

00:19:59: Also man hat vielleicht als Kind etwas Schlimmes erlebt.

00:20:03: was sozusagen doch in einer Verbindung steht, dann sind diese rein methodischen konfrontativen Methoden entweder gar nicht so hilfreich oder sie wühlen vielleicht so stark etwas auf, dass es den Menschen sogar schlechter geht.

00:20:18: Und dann muss man natürlich gucken, braucht es andere Unterstützungsformen, andere therapeutische Möglichkeiten.

00:20:26: Würden Sie denn sagen, Herr Dr.

00:20:27: Krünewelle, dass Ihnen Patientinnen und Patienten begegnen?

00:20:30: in Ihrer Erfahrung?

00:20:32: Wo Angst, Stress, all diese Themen den Heilungsverlauf beeinflussen?

00:20:37: Also gegebenenfalls, wenn ich die These bilde, verzögern, behindern, wie auch immer?

00:20:43: Ja, natürlich.

00:20:45: Bei ganz einfaches Beispiel einer, sagen wir es mal, kniegelängsnahen Verletzung, einfach die Sorge, dass man das Knie wieder so belasten kann und es einem genug Stabilität gibt für den Arbeitsalltag, aber auch den privaten Alltag.

00:21:03: Und daraus hin, also daraus dann folgend eine verminderte Belastung, eine verminderte Teilhabe.

00:21:11: und eine andere Ausgestaltung des Lebens.

00:21:13: Und da werden einige Leute dann auch sehr unglücklich darüber.

00:21:15: Es gibt Leute, die sind hochaktiv, haben dann eine Verletzung und sagen, ich kann gar nicht mit das machen, was ich früher gemacht habe.

00:21:23: Und sie sind dann tot traurig darüber.

00:21:25: Und das ist natürlich schon so, dass das den Rehabilitationsverlauf schon auch beeinflussen kann, wenn man den erst mal, ich sage erst mal, wir zwar nicht, aber die müssen erst mal den Zahlen gezogen bekommen.

00:21:38: dass sie das Knie auch entsprechend belasten können und sollen auch wenn das der Kopf ihn eigentlich sagt so irgendwie Der Kopf vertraut noch nicht richtig.

00:21:48: Und das müssen die dann auch lernen.

00:21:50: Manchmal müssen die ihren neues Gelenk mehr oder weniger auch erst mal kennenlernen oder ihre neue Situation, ihre Verletzung, so wie sie jetzt ist, mit einem Weinenlängendeferenz oder einem restinstabilen Kniegelenk.

00:22:02: Und dann gibt es dir eine Möglichkeit, natürlich zu sagen, okay, man trainiert so lange, bis das alles wieder so ist wie vorher, aber das ist auch nicht immer realistisch.

00:22:10: Es gibt einfach Verletzungen, die können wir nicht wieder so herstellen, wie sie sozusagen Irgendwann mal gewachsen sind, wie sie sich im Prinzip das Gelenken, die Gelenke sind wunderbare Konstrukte, die funktionieren perfekt, solange sie unverletzt sind und nicht hochgradig alt sind vielleicht.

00:22:28: Und wenn die dann verletzt sind, dann merken einige Menschen erstmal, was das denn für ein tolles Konstrukt ist, so ein Gelenk.

00:22:34: Und dann geht das... gibt es das problematisch.

00:22:36: Einige kommen dann mit super zurecht und sagen, ich muss das durch und trainieren, trainieren, trainieren.

00:22:40: Das ist es wieder wie vorhin.

00:22:41: Andere Leute sind eher defensiver und die haben dann da auch möglicherweise im Heilverlauf da mal Probleme in der Aufbelastung, in dem Erreichen von Bewegungsspielräumen, Nachnah- oder Gelenkoperationen.

00:22:53: Das gibt es ja.

00:22:54: Jetzt erzählen Sie gerade schon, das ist ja auch... nicht schwer zu erraten, dass jeder Mensch auch unterschiedlich auf Ereignisse reagiert.

00:23:01: Aber Frau Doktor Männerung, warum ist das so?

00:23:03: Ich meine, ich habe da natürlich meine Fantasien zu, warum Menschen unterschiedlich reagieren.

00:23:07: Aber wenn Sie das noch mal aus Ihrer fachdichten Sicht sehen, warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Belasten der Ereignisse?

00:23:14: Das ist glatt mal eine Frage, Herr Katzmann, auf die ich gar keine Antwort habe, weil ich glaube, wenn wir das wüssten, warum Menschen so unterschiedlich sind.

00:23:24: Also ich glaube, es ist tatsächlich vielleicht eine philosophische Frage, aber ich kann Ihnen was aus meiner Erfahrung sagen.

00:23:29: Das

00:23:29: würde mir schon sagen.

00:23:31: Aus der Unfall, vielleicht aus der Erfahrung Kontakt mit der Unfallschirurgien.

00:23:36: Als ich in Essen als Oberärztin tätig war, hatten wir mit der dortigen Unfallchirurgie so eine Überlegung, wie viele Menschen, die schwerst Unfall verletzt sind, entwickeln eigentlich wirklich auch eine schwere, in dem Fall Traumafolge erkranken war.

00:23:50: Die Zahlen haben gesagt, das sind gar nicht so viele im Vergleich zu anderen Ereignissen, so fünf bis fünfzehn Prozent.

00:23:58: Und wir haben dann gesagt, wir wollen mal gucken, alle Menschen, die von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt werden.

00:24:05: und haben einfach angefangen.

00:24:07: Und dann rief mich einmal ein Unfallschirurg an und sagte, naja, sie wollen da ja sowas machen.

00:24:12: Wirkte nicht so ganz überzeugt, aber sagte, wir haben ja einen Patienten, der ist so auffällig.

00:24:17: Der hat einen schweren Arbeitsunfall gehabt, einen Arm verloren.

00:24:20: eigentlich ein taffer Mann, aber der schläft nicht mehr und der guckt uns so sonderbar an, mit dem stimmt was nicht.

00:24:25: Kommen Sie doch mal.

00:24:27: Dann bin ich dahin und dann sagte dieser Mann, relativ junger Mann, der bei einem Arbeitsunfall so in die Maschine gezogen wurde und der sagte, immer wenn ich irgendwie zur Ruhe komme, dann sehe ich aus der Standbeileuchte des Fernsehers wie ein Strahl auf meinen anderen Arm zielt und ich habe Angst, der trennt den ab.

00:24:46: Ich habe aber schon die Standbeileuchte ausgemacht, trotzdem kommt der und ich habe wirklich Angst, ich bin aber nicht verrückt.

00:24:54: Und da war es so bei diesen Menschen, das war ein sehr aktiver Mensch, der hat bei diesem Unfall, musste er In letzter Sekunde den Ausschalter betätigen.

00:25:05: Es war keiner in der Nähe, er hatte um Hilfe gerufen, die Menschen haben ihn nicht gehört und er wurde in die Maschine gezogen.

00:25:11: Und er hat das in letzter Sekunde geschafft, hatte den Arm... Verloren war wirklich schwerst verletzt, ist nach vorne gelaufen und dann kam ihm die Kollegin entgegen und die Wand zum Teil so geschockt, dass die nicht reagieren konnten.

00:25:23: und er hat dann koordiniert.

00:25:25: Er hat gesagt, du drückst den Arm ab, du rufst den Rettungsdienst, also er war völlig handlungsfähig, noch als dann der Rettungsdienst kam, ist er zusammengebrochen, musste dann natürlich auch entsprechend versorgt werden.

00:25:38: und er sagte, Ich habe verstanden, der Arm ist ab, aber glauben Sie mir, ich habe wirklich gedacht, ich sterbe.

00:25:45: Und von daher ist es für mich so ein Moment, ich bin eigentlich glücklich, dass ich noch lebe.

00:25:50: Und da war es so, dass wir gemeinsam überlegt haben.

00:25:55: In einer traumatischen Situation ist es als psychosomatischer Sicht so, dass nur noch das Alarmsystem im Körper reagiert.

00:26:02: Und da geht es dann nur noch um Leben und Tod quasi.

00:26:05: Und da können wir nur noch kämpfen, fliehen oder erstachen.

00:26:09: Er konnte noch kämpfen.

00:26:10: Aber das Gehirn brauchte, das war unsere gemeinsame Interpretation im Nachhinein, brauchte wirklich Zeit, es zu verarbeiten.

00:26:18: Und das habe ich ihm erklärt.

00:26:21: bin er natürlich die nächsten Tage noch mal hin, habe geguckt, ob es geholfen hat und er hat gesagt, es hat ihm geholfen, weil er verstanden hat, dass er nicht verrückt ist, aber dass sein Gehirn quasi noch ein bisschen hinterherhängt.

00:26:33: Und das war für ihn wirklich etwas ganz Entscheidendes.

00:26:36: Dieser Mensch, wir haben es ihm angeboten, wenn er Probleme kriegt, hat keinerlei Probleme mehr gehabt.

00:26:43: Jetzt wissen wir auch, dass bei vielen Menschen diese Selbstteilungskräfte auch ohne Erklärung.

00:26:49: eintreten, aber halt nicht immer.

00:26:52: Und von daher glaube ich, dass es so wichtig ist, immer individuell zu gucken, was macht diesen Menschen aus?

00:26:58: Und wir haben andere Menschen, zum Beispiel ein Bagatellunfall, Schleutertrauma, die das... Vollbild einer Traumavolgeerkrankung entwickeln, also das, was ich vorhin sagte, immer wieder die Bilder vor Augen, vermeide Verhalten, Übererregung, die aber noch nichtmals die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung kriegen dürfen, weil ein Schleudertrauma mit einem vielleicht ganz leichten Auffahrunfall erfüllt nicht die Traumakriterie.

00:27:26: Und trotzdem haben diese Menschen quasi das Vollbild einer Traumavolgeerkrankung.

00:27:32: Ich würde sagen, es hängt damit zusammen, dass wir alle erst einmal ein Stück gleichticken.

00:27:36: Wir haben alle diese Alarmanlage in unserem Gehirn.

00:27:40: Nur wie dann, wie wir in dieser traumatischen Situation reagieren, das ist nicht mehr in unserer bewussten Hand.

00:27:48: Und es hängt sehr viel davon ab, wie die Verarbeitung hinterher ist, was wir erlebt haben, wie die Umstände sind, was wir mitbekommen haben in dieser Welt.

00:27:57: wie wir vielleicht Sinnhaftigkeit definieren können.

00:28:00: Und dann wird es tatsächlich wieder komplex.

00:28:04: Also das muss ich gerade sowieso denken, das weiß ich aus meinen sehr sorglichen Begleitungen auch in Krisen einsetzen, dass ich immer wieder fasziniert davon bin, zu welchen Höchstleistungen der Mensch offenbar der Körper in der Lage ist, in solchen akuten Krisensituationen zu funktionieren und wie Sie das eben beschreiben, dass dann die Seele natürlich oder das Gehirn irgendwie nachkommt und dann einem erst in der Bewusstwertung, man vielleicht zusammenbricht, wie Sie das beschrieben haben, aber in diesem Moment ... eigentlich der Arm ist schon, wenn ich das richtig verstanden habe, da riecht schon fast geschreddert, aber es funktioniert noch und das ist ja nicht zusammenzubringen, das ist ja ein spannender Prozess, aber auch das, wenn ich das so beobachte, ist ja vielleicht der Teil nur so, kann es vielleicht auch funktionieren, wenn man in der zentralen Notaufnahme manchmal so Situationen erlebt, muss man ja auch, dass irgendwie das alles da miteinander funktioniert und alle auch.

00:28:52: in Anführungsstrichen funktionieren, auch der Patient.

00:28:55: Ja, und aus psychosomatischer Sicht wissen wir zum Beispiel Berettungskräften, die vielleicht die schlimmsten Ereignisse sehen, schlimmste Verletzungen sehen.

00:29:03: Und da, wie Sie sagen, im Funktionsmodus sind und hinterher für sich das aber integrieren können in Ihrer Lebensgeschichte, wenn die zum Beispiel zu einem Einsatz gerufen werden und nicht ihr Equipment dabei haben, weil sie vielleicht in einem privaten Kontext irgendwo sind und dann vielleicht diesen Menschen nicht retten können, dass das oftmals dann so einschlägt und so belastend ist.

00:29:27: Obwohl sie sagen, ich habe doch so viel schlimmere Ereignisse schon gehabt und kannten den Menschen vielleicht auch gar nicht.

00:29:33: Aber das Gehirn hat in dem Moment zwar versucht zu funktionieren, sie wissen aber, hätte ich vielleicht meine Rettungstasche dabei gehabt, hätte ich diesen Menschen retten können.

00:29:43: Und dann fangen Menschen scheinbar auch an.

00:29:46: Zusammenhänge herzustellen, irrationale Gefühle zu entwickeln, die uns dann besonders anfällig machen.

00:29:52: Ich glaube, so eine Arbeitskleidung ist auch so eine gewisse emotionale Schutzkleidung.

00:29:57: Es schluft in eine Rolle.

00:30:01: Natürlich beruflich.

00:30:02: Perfekt verkörpert hoffentlich, aber man schlüpft in eine Rolle und man kann dann auch ja zum Glück muss man ja sagen, wir hier im Moment noch diesen, diese Rolle dann auch sozusagen am Nachmittag oder am Abend an den Haken hängen, weil man seinen, zum Beispiel, seinen Arztkettel aussieht und geht nach Hause und ist dann in seinem privaten Leben.

00:30:21: Und das hilft solche Sachen dann auch.

00:30:27: Das ist ja gut, wenn schön, wenn das gelingt.

00:30:29: Und ich glaube an vielen Tagen gelingt es.

00:30:31: Und ich glaube dennoch ist es wichtig, dass man auch da wo es mal nicht gelingt, weil der Tschech so schwerere Ereignisse war, dass man sich trotzdem erlauben darf, das auch mitzunehmen.

00:30:40: Und zu sagen, es berührt mich ja trotzdem auch vielleicht über meinen Dienst hinaus und dann zu gucken, dass ich es da irgendwie integrieren kann.

00:30:48: Und wenn das nicht gelingt, mir natürlich auch Unterstützung und Hilfe suchen.

00:30:52: Ich muss jetzt aber doch mal fragen, habe ich gerade so gedacht, Herr Dr.

00:30:55: Grüneweller, was hat sie denn an der Unfallchirurgie gereizt?

00:30:59: Ich meine, das ist ja im wahrsten Sinne, das Wort ist, wie ich mir das vorstelle, Knochenarbeit.

00:31:02: Das ist doch was ziemlich Blutiges.

00:31:05: Ich meine, Sie hätten doch auch Traumotherapeut werden können, der Patienten gegenüber Sitzgespräche führt.

00:31:11: Ich schätze, ich wollte das jetzt nicht.

00:31:15: Ich glaube, so ist es auch nicht

00:31:19: übergekommen.

00:31:19: Sind Sie sofort in der Unfallschirurgie gelandet?

00:31:21: War das für Sie klar oder haben Sie noch mit etwas anderem geliebäugelt?

00:31:24: Ich bin sofort in der Unfallschirurgie gelandet.

00:31:26: Ich wollte... Eigentlich wollte ich, ich wusste schon als Schüler, dass ich Medizin studieren wollte.

00:31:32: Und ich dachte immer, es ist doch eine tolle Sache.

00:31:34: Wird doch Sportmediziner, dann kannst du das machen, wo du Lust drauf hast, nämlich Sport und Medizin.

00:31:39: Da war natürlich ein bisschen naiv.

00:31:42: So funktioniert das ja nicht.

00:31:43: Und dann guckt man ja während des Studiums, okay, was interessiert ein?

00:31:46: und ja, die innerer hat mich nie so interessiert.

00:31:49: Ich muss es auch sagen, die Psychischen Module haben mich auch nicht wahnsinnig vom Hocker gerissen und ich habe aber auch, ich habe eine unfallchirurgische Doktorarbeit gemacht und da war immer viel wechselt.

00:32:00: Da kam man morgens hin und dachte okay, man sitzt mit dem Handchirurben zusammen in einem ganz entspannten Umfeld und operiert eine Karnbeine an einer Hand.

00:32:10: Und dann kam irgendwas anderes und der Helikopter ist gelandet und auf einmal flogen die Fetzen und es wurde ganz anders und man stand auf einmal sieben Stunden bei einer Polytrauma aus Versorgung oder Versorgung im Operationszahl.

00:32:24: Und das war einfach spannend.

00:32:26: Das war einfach spannend.

00:32:27: Und aber auch handwerklich.

00:32:28: Und deswegen habe ich gesagt, okay, ich bleibe in der Unfallchirurgie, dann habe ich da angefangen.

00:32:33: Und es war immer auch... Es wurde nie langweilig.

00:32:38: Es gab immer wieder einen neuen Horizont, in dem man sich erschließen konnte, wo man wieder hinsegeln konnte, hinschauen konnte und sich weiterentwickeln konnte.

00:32:49: Und das hat mich in der Unfallchirurg immer weiter am Laufen gehalten.

00:32:53: Und deswegen habe ich das auch sehr gerne bis hierhin gemacht.

00:32:57: Und ich würde mich auch als wirkliche Unfallchirur überzeilen, obwohl der Facharzt ja ... schon seit einigen Jahren Verrats für Orthopädie und Unfallchirurgie ist.

00:33:05: Aber ich habe einen ganz klaren unfallchirurgischen Schwerpunkt.

00:33:08: Das muss man schon so sagen.

00:33:10: Kann noch ein paar orthopätische Sachen abbilden.

00:33:12: Auch gut, aber eigentlich bin ich der richtige Unfallchirurg.

00:33:17: Was ist denn Ihre Leidenschaft innerhalb des Feldes der Psychiatrie, Psychosomatik etc.

00:33:22: und sind Sie es von Anfang an gerne geworden, so wie Herr Grüneweller, Arzt und Unfallchirurg werden wollte?

00:33:29: Ich muss

00:33:29: gerade ein bisschen schmunzeln, weil ich dachte, ich habe die Gemeinsamkeit zwischen Psychosomatik und Unfallchirurgie gerade verstanden.

00:33:36: Ja, erzähle ich dir.

00:33:38: Das ist wirklich, dass es immer wieder etwas Neues ist, was einen auch sich weiterentwickeln lässt.

00:33:43: Das glaube ich ist tatsächlich ein und kein Tat ... der andere ist, ist, glaube ich, eine Gemeinsamkeit.

00:33:49: Ich wusste auch schon als Kind quasi, dass ich Ärztin werden möchte.

00:33:53: Erst Tierärztin, aber da gab es dann Argumente für mich dagegen.

00:33:58: Und dann wollte ich immer Medizin studieren.

00:34:00: Ich wusste aber gar nicht, dass es die Psychosomatik gibt.

00:34:03: Ich war dann in der Neurologie erst.

00:34:06: Und habe allerdings während des Studiums in der Psychosomatik schon meine Doktorarbeit geschrieben.

00:34:12: Und in der Neurologie Zeit dachte ich noch, ich werde entweder Notärztin oder Psychoanalytikerin.

00:34:17: Und habe auch auf beides hingearbeitet.

00:34:20: So ein gewisses Feld, oder?

00:34:21: Aber ich habe ja gerade schon Gemeinsamkeiten.

00:34:25: gemerkt und habe dann gemerkt, in der Notfallmedizin, ich habe keine Begabung dafür, irgendwie Schläuche oder andere Werkzeuge in Menschen zu stecken.

00:34:35: So spannend ich das finde, aber das hat mich immer so viel Überwindung gekostet, dass ich gedacht habe, das kann ich tatsächlich nicht machen.

00:34:42: Also das würde mir auf Dauer so viel Kummer bereiten, dass ich da, glaube ich, auch nicht gut gewesen wäre.

00:34:50: Und in der Psychosomatik war es so, dass ich gemerkt habe, ich habe ja erst ein Facharzt für Psychiatrie gemacht.

00:34:57: Das fand ich hoch spannend.

00:34:58: Auch Menschen in akuten psychischen Krisen, die sich nicht mehr selber steuern konnten und so angewiesen darauf waren, dass Menschen von außen helfen und das verantwortungsvoll machen.

00:35:10: Das hat mir tatsächlich viel Freude auch bereitet, so zu merken, wie sich Menschen dann entwickeln konnten.

00:35:17: Und dann war es aber genau, dass ich wollte mehr wissen.

00:35:19: Ich wollte auch tiefere Verläufe haben.

00:35:22: Ich wollte gucken, warum Handeln Menschen so wie sie handeln, warum machen Menschen Dinge so wie sie sie machen.

00:35:30: Und das hat mich in die Psychotherapie und dann tatsächlich auch zur Psychoanalyse geführt.

00:35:36: Und da war es dann etwas, wir mussten ja selber auch eine Lehranalyse führen, also selber auch uns auf die Couch legen als Ausbildungskandidatin.

00:35:46: Und da habe ich so gemerkt, dass kein Tag wie der andere ist, auch wenn ich mich natürlich in dem, was ich mache, immer sicherer fühle.

00:35:55: Und ich mag einfach Menschen.

00:35:57: Ich mag es, Menschen zu helfen.

00:35:59: Ich mag es zu sehen, wie Menschen mit schwierigen Situationen umgehen.

00:36:04: Das ist auch weiterhin, glaube ich, so die große Triebfeder in meiner täglichen Arbeit.

00:36:10: Was würden Sie Menschen raten, die nach... Wenn ich noch mal auf den Unfall zurückkomme zum Schluss, den Gedachtenunfall, dass etwas nicht stimmt, aber es nicht benennen können, was würden Sie den raten?

00:36:21: Aus psychosomatischer Sicht?

00:36:24: Das ist ja schwer poch.

00:36:26: Sie können es auch aus chirurgischer Sicht probieren.

00:36:29: Oder aus Notfallmedizinischer Sicht.

00:36:30: Ich

00:36:30: wusste gerade nicht genau,

00:36:32: ob

00:36:32: Sie wen Sie von uns ansprechen, aber aus psychosomatischer Sicht.

00:36:36: Ich glaube für beide Seiten, also für die Menschen, die merken irgendetwas stimmt nicht.

00:36:41: dass sie versuchen, sich jemandem anzuvertrauen.

00:36:45: Das kann jemand sein, der ihnen nahesteht.

00:36:48: Es kann aber auch sein, dass sie merken, sie möchten gerade niemanden aus dem Ladenumfeld ansprechen, oftmals mit so einer... Frage ja auch belaste ich vielleicht zu sehr.

00:36:58: Und ich würde Ihnen raten, wenn es geht, wenigstens mit dem Hausarzt der Hausärztin zu sprechen, also mit jemandem, der vielleicht dann doch weitervermitteln kann oder sich ansonsten auch wirklich an ärztliche oder psychologische Psychotherapeutin zu wenden.

00:37:14: In Deutschland ist es so, dass diese Sprechstunden anbieten, Erstgespräche.

00:37:19: Und ich möchte Sie auch ermutigen, wenn Sie sich dort Unverstanden fühlen, dass sie dann trotzdem weiter suchen.

00:37:27: Also, dass so unterschiedlich wie Menschen sind.

00:37:30: Ich glaube, so unterschiedlich sind gerade auch Therapeuten.

00:37:33: Und es ist nicht immer so, dass auch... trotz guter vielleicht Ausbildung die Passung so optimal ist und dass man wirklich, wenn man merkt, hier fühle ich mich nicht gut verstanden, weiter guckt und dass man irgendwie versucht darüber zu sprechen.

00:37:48: Das aber auch die, ich sag mal, andere Seite, die Menschen, die merken, Freunde, Kolleginnen, Angehörige haben sich verändert oder sind irgendwie auffällig, dass sie auch versuchen es anzusprechen, dass es aus der Tabuzone herausgeholt wird.

00:38:04: Krankheitsgeschichten, somatischer, psychosomatischer, psychiatrische Natur sind ja häufig auch schwere Geschichten.

00:38:11: Noch eine letzte Frage an Sie, Herr Dr.

00:38:13: Grünenweller.

00:38:13: Was würden Sie als trotzdem das Schöne in Anführungsstrichen auch da, wo Sie Erfolge sehen in Ihrem Beruf oder das, was Ihnen die Triebfeder gibt bei all dem Schweren, was Sie auch begleiten und sehen?

00:38:28: Also, das ist eine super Erfahrung, wenn man einen Patienten von einer von der Situation der schweren Verletzungen dann über die akute Traumversorgung und im weiteren dann rehabilitativ begleitet und dann in den Sprechen und sieht, wie er beinah im Rahmen des Unfalls vielleicht fast das Bein verloren hätte und dann zunehmend wieder läuft und an seinem Leben teilnimmt.

00:38:53: Das ist sehr befriedigend, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:38:56: Aber diese Erfahrung gibt es auch nur Weil man, oder nicht weil man, aber parallel zu dieser Erfahrung gibt es auch immer die negativen Erfahrungen, die natürlich auch zeigen, dass man trotz der ganzen medizinischen Entwicklung und der ganzen Techniken, die man anwenden kann, nicht immer zu dem Erfolg kommt, den man gerne hätte.

00:39:15: Das muss man für sich irgendwie verarbeiten und unter dem Strich überwiegen, aber schon die positiven Erfahrungen.

00:39:23: Die meisten Menschen kann man sehr gut wieder wiederherstellen, rein somatisch.

00:39:30: Und wenn es dann darum geht, wie wenn es dann mal irgendwie nicht stimmt, wenn der Patient auffällig ist, also dann muss man als Arzt kritisch bleiben, gerade als Chirurg.

00:39:40: Chirurgen haben ja so ein bisschen einen Ruf so nach dem Motto, wir sind doch jetzt fertig, jetzt soll er mal sich nicht so anstellen.

00:39:45: Da muss man kritisch bleiben, suchen, suchen, suchen, ob man nicht doch noch irgendwo was übersehen hat, was diese Beschweren verursachen kann.

00:39:52: und dann muss man sicherlich... Mit sehr viel Fingerspitzengefühl, auch mal ganz sukzessive.

00:39:58: Ich sag erst mal dieses andere Thema ins Spiel bringen, ob man, man könnte auch nochmal das Thema an einer anderen Seite beleuchten.

00:40:07: Mit Patienten muss man auch mal vorsichtiger reden und manchmal kann man da auch mit der Tür ins Haus fahren und ich sag erst mal eine psychologische Betreuung da auch nochmal anbieten bzw.

00:40:16: auch mal eine Diagnostik.

00:40:17: Und einige Leute sind einem sehr dankbar, wenn man das thematisiert und andere Leute sagen natürlich auch, ach, gehen Sie mir weg damit, davon will ich nichts wissen.

00:40:25: Aber wenn man da dran bleibt und da nicht irgendwie die Leute bevormundet, dann ist es auch so, dass man irgendwann dann auch den Menschen dann, dass die einem dann sagen, ja, ich habe mich jetzt doch mal psychologisch

00:40:35: vorgestellt.

00:40:36: Ja.

00:40:37: Ich muss mich jetzt selbst korrigieren, weil ich gesagt habe, es ist die letzte Frage, aber mir ist jetzt doch noch eine gekommen, weil mich doch jetzt nochmal interessiert, Frau Dr.

00:40:43: Mölleringen.

00:40:44: Kann man Menschen unter psychosomatischen Gesichtspunkten oder therapeutischen Gesichtspunkten auch wieder herstehen?

00:40:53: Ja, es ist, glaube ich, die Frage der Wiederherstellung ist natürlich anders als somatisch.

00:40:59: Es könnte ein eigener Podcast sein, weil wir ja tatsächlich so ein Optimierungsbedürfnis oft haben oder glauben zu wissen, wann ein Leben sinnvoll ist oder ein Mensch irgendwie etwas gut und richtig macht.

00:41:10: Aber wenn man es so verstehen möchte, dass ein Mensch sagt, mir geht es seit dieser Erfahrung schlecht und möchte daran etwas ändern, dann kann es sein, dass man manchmal wirklich auch mit wenig Intervention, mit wenig Hilfe Menschen helfen kann, genau wieder zu dem Punkt zu kommen, wo sie vorher waren.

00:41:29: Es kann sogar so sein, dass Menschen sagen, dieses Ereignis verleiht meinem Leben doch eine größere Tiefe.

00:41:36: Das hat vielleicht sogar etwas Sinn Stiftendes, etwas Sinnhaftes und ich lebe mein Leben intensiver.

00:41:42: Es kann aber natürlich auch sein, dass Menschen krank bleiben, krank werden oder aber auch verzweifeln am Leben.

00:41:51: Es gibt auch da natürlich die ganze Bandbreite, aber es gibt auch die Momente, wo Menschen sagen, Jetzt spüre ich, dass ich wirklich wieder im Hier und Jetzt bin und nicht in dieser traumatischen Situation weiter gefangen bin oder in dem, was ich an Schlimmem erlebt habe.

00:42:10: Ja, ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch zu diesem großen Begriff Trauma, den wir hier ja wirklich nur im Teil ein bisschen fokussieren und runterbrechen konnten.

00:42:20: Aber vielen Dank, dass Sie sich darauf eingelassen haben, aus Ihrer Expertise und Ihrer Erfahrung zu erzählen.

00:42:25: Vielen Dank.

00:42:26: Danke

00:42:26: Ihnen.

00:42:30: Das war, Vierundzwanzig Sieben, der Podcast des evangelischen Klinikums Bekel.

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