#37: Sicherheit geben in der Notaufnahme | Kathleen Charlotte Döring

Shownotes

In dieser Folge von „Vierundzwanzigsieben“ spricht Philipp Katzmann mit Kathleen Charlotte Döring, Chefärztin der Zentralen Notaufnahmen am EvKB. Seit Oktober 2025 leitet sie die Notaufnahmen an zwei Standorten des EvKB. Im Gespräch gibt sie gibt Einblicke in ihre beruflichen Stationen sowie ihren Arbeitsalltag an einer der zentralen Schnittstellen des Klinikums.

Außerdem geht es um die Organisation moderner Notfallmedizin, steigende Patientenzahlen und die Frage, wie in Akutsituationen Prioritäten gesetzt werden. Kathleen Charlotte Döring erläutert, wie sich die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachabteilungen gestaltet, beschreibt den Umgang mit Belastungssituationen und Gewalt sowie die Bedeutung von Kommunikation und Teamarbeit in einem hochdynamischen Umfeld. Auch zukünftige Entwicklungen wie etwa durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz kommen zur Sprache.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:13: An der neuer Folge Podcast, und ich begrüße ganz herzlich Katlin Charlotte Düring.

00:00:18: Ganz herzlich willkommen.

00:00:19: schön dass Sie da sind.

00:00:20: Hallo!

00:00:21: Schön das ich hier sein darf.

00:00:22: Frau

00:00:23: Döring sie sind seit Oktober, als Chefärzt in der zentralen Notaufnahme tätig.

00:00:29: mal zu Beginn gefragt wie geht's Ihnen?

00:00:31: Ich komme jeden Tag mehr an in der Betelwelt.

00:00:34: Ja,

00:00:35: was haben Sie denn so entdeckt?

00:00:37: Wenn wir mal mit diesem großen Begriff einschreiben... Was ist denn da für sie schon erste Entdeckung gewesen?

00:00:43: Also ganz viele neue Gesichter, ganz viele neuen Namen, ganz viel offene Personen die alle offen auf mich zugehen.

00:00:51: Ganz viele, die sich wirklich gefreut haben dass auch eine Frau in der Position ist.

00:00:57: das wurde mir öfter gespiegelt Genau.

00:01:01: Finden Sie das so ungewöhnlich, dass ein Frauen der Position ist?

00:01:04: Ich finde es schön und aber nicht so un gewöhnlich!

00:01:07: Ich auch mittlerweile nicht mehr, aber das Umfeld spielt etwas anderes.

00:01:12: Und ehrlich gesagt waren es viele Frauen, die jetzt zurückgespielt haben.

00:01:15: Viele junge Kollegen von Assistenzärzten über aber auch... Oberärztin, Leitende Ärzte.

00:01:23: Und das finde ich sehr schön, dass sie das so offen kommunizieren.

00:01:26: Ja und haben Sie trotzdem für sich eine Antwort darauf oder eine Idee warum es sozusagen als ein bisschen überraschend immer noch wahrgenommen wird?

00:01:34: Weil ich glaube in der Medizin ist es nicht so selbstverständlich.

00:01:37: Das ist einfach so.

00:01:39: Können wir ja gleich mal da ein bisschen verweilen bei Ihrem eigenen Weg.

00:01:42: Ist denn Ihr Weg zur ChefärztInn ... Haben Sie den auch als ein Weg in einer männerdominierten Welt erlebt, wo sie sagen, da musste ich mich durchkämpfen und durchbeißen?

00:01:52: Oder würden Sie das gar nicht so auf die Geschlechter beziehen.

00:01:55: Sondern eher auf das Thema irgendeine gut kranken Hauswelt hat?

00:01:58: auch immer ist halt ein eigener Weg.

00:02:02: Also ich persönlich musste jetzt nicht extrem mehr gegen eine Männergesellschaft kämpfen.

00:02:08: Nein!

00:02:09: Das kann ich ganz klar mit nein beantworten.

00:02:11: hat sich irgendwie eins zum anderen ergeben.

00:02:13: Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass mein Ziel immer war ich möchte Chefärztin werden sondern für mich war klar ich möchte gerne schon in der Medizin vorankommen und ich habe auch immer gemerkt das ich gerne mit Menschen arbeite und auch gerne Menschen führe und das glaube ich auch nicht so schlecht funktioniert.

00:02:32: und damit hat sich das nämlich so ergeben.

00:02:34: Der Weg ist das Ziel gewesen.

00:02:36: Ja,

00:02:36: ja schön!

00:02:37: Wollen wir da mal ein bisschen in Ihre Arbeit gucken?

00:02:40: Und ich habe mich gefragt wie sieht eigentlich so Ihr Alltag aus wenn Sie hier so in Betel angefahren kommen... Wie muss ich mir das vorstellen?

00:02:49: Wie sieht der Alltag einer Chefärztin in der zentralen Notaufnahme aus?

00:02:55: Also für mich als Person ist es morgens meist relativ hektisch weil ich eigentlich morgens nicht so meine Zeit bin öfter irgendwie so auf dem letzten Drücker gefühlt, aber mein Team weiß das und die wissen auch ich bin dann da.

00:03:09: Aber es kann halt in der letzten Minute sein?

00:03:12: Und ansonsten wir probieren morgens noch relativ viel Routine im Geschäft zu haben was ja über einen Tag häufig gar nicht zu planen ist.

00:03:20: Das heißt wir beginnen mit einer Meeting wo wir erstmal schauen was zwar in den letzten vierundzwanzig Stunden war irgendwas Besonderes irgendwas dass wir akut aufarbeiten müssen Und dann kommt so ein Patient nach dem anderen und man kann sagen, nicht nur bei uns sondern irgendwie auch in Deutschland.

00:03:37: weit gibt es einen klassischen Verlauf.

00:03:39: Es steigt halt über den Tag an.

00:03:41: Morgens um sechs ist in der Regel wenig los in der Notaufnahme und dann geht's aber wirklich ganz klassisch hoch hat mittags sein Maximum und dann läuft so langsam über den tag wieder aus bis zum Aber schon auch Ja, späten Abend.

00:03:57: Genau und dementsprechend ist dann auch das Arbeitsaufkommen?

00:04:02: Das ist ja in meiner Beobachtung immer dicht, auch wenn Sie sagen es gibt höhere Zeiten und niedrigere Zeiten.

00:04:09: So rein von der Organisation sind sie sowieso eine zentrale Stelle im Haus.

00:04:16: Das sagt schon der Begriff zentraler Notaufnahme bei den vielen Patienten oder die allermeisten eigentlich über ihre Abteilungen hineinkommen ins Haus und dann gefiltert werden.

00:04:25: Aber Sie haben ja ein eigenes Team, mit dem sie da arbeiten.

00:04:27: Aber es kommen auch aus den anderen Fachrichtungen Kolleginnen und Kollegen dazu die dann sozusagen entscheiden wie funktioniert das noch mal so?

00:04:33: Also da hat sich ganz viel verändert in den letzten Jahren.

00:04:36: Es gab im Jahr zwei tausend achtzehn den sogenannten GBA-Beschluß für die Notfallstufen Und da wurde festgelegt dass alle Patienten über eine zentrale Notaufnahme in einen Krankenhaus also dass das Eintritts Tor quasi ist.

00:04:51: Was machen wir da?

00:04:52: Wir sehen die Patienten versuchen zu entscheiden, müssen die überhaupt im Krankenhaus bleiben oder können die ambulant bleiben?

00:05:00: Und wenn sie stationär bleiben müssen ist das Endziel zu sagen welche Fachabteilung ist denn zuständig.

00:05:05: Und davor, wenn Sie akutkritischer krank sind stabilisieren wir sie und diagnostizieren weiter um dann eben den weiteren Weg zu sehen.

00:05:14: Und ursprünglich war das mal so dass eine Notaufnahme vor allen aus den rotierenden Kollegen der Fachabteilungen bestand.

00:05:24: Die Fachärzte oder die Assistenzärzer haben in ihrer Weiterbildung ganz häufig sechs Monate Notaufnahme mit vorgeschrieben und in diesem Rahmen rotieren sie zu uns.

00:05:34: Und im Rahmen dieser Umstrukturierung der Notfallversorgung kommt es jetzt dazu, dass wir ein Kernteam-Notaufnahme gebildet haben.

00:05:42: Womit wir auch schon relativ gut aufgestellt sind?

00:05:44: Das heißt, wir haben jetzt – im Moment sind wir sieben mit mir.

00:05:48: Ich habe zwei leitende Oberärzte und einer Oberärztin.

00:05:53: Und darunter haben wir Fachärzte, die in der Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung klinischer Akutonotfallmedizin sind.

00:06:01: Die Assistenzärzte zu ihnen rollieren?

00:06:04: Haben sie alle Angst vor der Notfallmedizine oder freuen sich alle drauf?

00:06:07: Es ist doch garantiert was absolut ambivalent ist.

00:06:10: wenn ich da als junge Assistenzarzt hinkomme und dann hab' ich da am Einfallstor... Da bebern doch bestimmt viele, oder?

00:06:18: Für mich persönlich war das immer total spannend.

00:06:22: Aber man muss ganz klar sagen, jemand der ganz frisch von der Uni kommt, der muss erstmal in dieser Medizinwelt ankommen und dieses Vertrauen für sich selber entwickeln und eine gewisse Sicherheit entwickeln.

00:06:33: Und entsteht aber erst durch Erfahrung.

00:06:37: Und egal wie gut jemand fachlich ist – und man vielleicht sieht ne Lernkurve die steigt ganz schnell an – diese Sicherheitsgefühl kriegt man erst mit der Zeit, mit der Erfahrung.

00:06:46: Deswegen bin ich jemand der klar kommuniziert.

00:06:51: Ich halte das nicht für sinnvoll, jemanden einen Assistenzarzt in den ersten Monaten in die Notaufnahme rotieren zu lassen, sei denn er ist da um zuzuschauen und mit jemandem mitzuarbeiten.

00:07:01: aber alleine diese Verantwortung zu tragen ein akut kranken Menschen zu versorgen kann da sehr gut eine Herausforderung sein und Für mich ist es so.

00:07:11: wir sind auch dafür da unsere jungen Mediziner zu schützen, weil sie sind erst mal in unserer eigene Zukunft.

00:07:19: Aber ich möchte nicht, dass Sie verbrannt werden und dem Bereich verlassen deswegen.

00:07:25: Deswegen haben viele Angst wenn sie dann nach einer gewissen Erfahrung in ihren Fachabteilung zu uns rotieren ist es unsere Aufgabe sie zu betreuen, sie zu supervidieren.

00:07:36: das ist auch die Aufgabe des Kernteams dass sie immer einen Ansprechpartner haben, dass sie die Fälle durchsprechen können.

00:07:41: Dass sie aber auch so langsam alleine laufen können und wissen wir haben eine Sicherheit.

00:07:46: das hilft einem schon um auch weiter Sicherheit aufzubauen.

00:07:50: Denn es ist ja bei aller Fachspezialisierungen, in denen die Assistenzärzte gehen und da ja auch häufig an den Anfängen sind.

00:07:55: Also sie kommen mit einem breiten Wissen aus dem Studium, gehen in ihre Facharztweiderbildung und kommen dann aber in die Notfallmedizin wo man ja wirklich blitzschnell filtern muss weil das ist ja ein Spektrum von Wisna was ihn da begegnet.

00:08:08: Und damit ist er verbunden.

00:08:09: Man hat ja so landläufig wenn man so in die Medien guckt so das Bild von Notaufnahme.

00:08:14: das assoziiert man schnell mit Überlastung.

00:08:16: Wie erleben Sie das denn so aktuell?

00:08:18: Ist es so ein Thema, dass es eigentlich immer voll und überlastet ist oder ist das jetzt eher eine überzeichnete Bild?

00:08:25: Also erst mal irgendwie zwei Punkte in dieser Frage.

00:08:27: Das eine ist ja Notfallmedizin ist was ganz Breites.

00:08:30: Und wir als Notfall.

00:08:30: Mediziner, was wir nicht... Wir maßen uns gar nicht an zu sagen, wir sind Fachärzte für alle Fachbereiche.

00:08:36: Ja, das sind wir nicht!

00:08:37: Sondern wir sind die, die notfallmäßige Versorgung und Stabilisierung herstellen können um dann die Experten aus den Fachabteilungen weiterarbeiten zu lassen.

00:08:48: Genau das ist es und das macht das so herausfordernd auch für die Assistenznetzen.

00:08:53: Ansonsten, das Thema Überlastung Notaufnahme ja findet man gefühlt heute jeden Tag in den Medien.

00:08:59: irgendwie ist auch so wir sind nachweislich sind die Notaufnahmen Die Abteilungen im Krankenhaus wo es in den letzten Jahren kontinuierlich immer weiter die Patienten Zahlen angestiegen sind.

00:09:10: Woran liegt das?

00:09:11: Ich glaube es sind unterschiedliche Faktoren.

00:09:13: Ein bisschen ist es die Gesundheitskompetenz, der Bevölkerung hat meiner Meinung nach nachgelassen.

00:09:18: Nicht jeder kann mal für sich entscheiden was ist oder jeder definiert anders für sich, was ist ein Notfall?

00:09:24: Ja und Gull und Kollegen machen's ja schlimmer, weil ich lese dann Sachen den Gull alles ganz...

00:09:29: Genau!

00:09:30: Dann die Frage wo gehe ich denn hin damit?

00:09:33: Irgendwie verloren gegangen gefühlt.

00:09:36: Vor ein paar Jahren haben wir noch irgendwie groß diskutiert Ihr gehört hier nicht hingeht woanders hin.

00:09:41: Das hat sich so ein bisschen gewandelt, weil diese Diskussion die bringt gar nichts sondern jeder definiert sich als Notfall.

00:09:46: wir nehmen das ernst und sagen okay wir haben eine Aufklärungsarbeit um zu sagen in dieser Situation gäbe es noch andere Ansprechpartner wo sie vermutlich zügiger versorgt werden.

00:09:58: bei uns an den Zentralnotaufnahmen reagieren wir jeden Patienten das heißt jeder bekommt ein Gespräch Anhand seiner Symptome wird entschieden, wie kritisch krank er ist und danach wird behandelt.

00:10:08: Wenn wir mal in der Zwischenzeit ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten... Sie sprechen jetzt glaube ich eins an sechs, eins an sieben an, Kassenärztlicher Notdienst wo man ja auch anrufen kann und erst einmal Unterstützung bekommt Beratung.

00:10:19: schicken wir Ihnen jemand von den Niedergelassen vorbei oder schicken werden Ihnen RTV

00:10:23: Genau.

00:10:23: Ist eine Option, ja?

00:10:25: Man kann auch wenn man sich nicht sicher ist was es die andere extreme Nummer wäre die eins-eins zwei.

00:10:29: Auch die Kollegen da der Leitstelle können so ein bisschen beratend tätig sein Die der Plan der Bundesregierung ist dass es eine gemeinsame Stelle gibt Ja wo man genau anrufen kann einen Nummer im besten Fall und man dann passend weiter geleitet wird Genau um halt zu unterstützen Um die Patienten zu unterstützen.

00:10:50: gehen sie denn am besten hin weil Weniger kritischer Patient wird bei uns in den Notaufnahmen am längsten warten.

00:10:58: Ich habe gelesen, Sie haben neben dem oder nach dem Medizinstudium und Ihren vierfertigen Zusatzqualifikation noch ein Studium im Management der Notfallmedizin oder Medizin gemacht?

00:11:10: wo sie sich sehr mit dem Thema Herausforderungen und Lösungen im Notfallmanagement beschäftigt haben.

00:11:16: Was ist so der Teil, wo Sie sagen, so stelle ich mir eine moderne oder zeitgemäße zentrale Notaufnahme in einem Klinikum wie im Betel vor?

00:11:27: Was wir noch gar nicht gesagt haben, sind ja für zwei Standorte verantwortlich.

00:11:30: Das ist auch nochmal wichtig.

00:11:31: Sie macht das Ganze noch mal komplexer.

00:11:34: Und ja auch in dem Thema, wir sind ein noch junges Universitätsklinikum.

00:11:39: Auch wenn jetzt die Notfallmedizin glaube ich nicht speziell eine Universität herbesetzt ist aber einen Auftrag in Lehre haben sie ja immer und die Menschen kommen ja trotzdem.

00:11:48: Da kommen viele Themen dazu.

00:11:49: Ich will nicht sagen schwieriger sondern es sind viele komplexe Themen.

00:11:53: wie stellen Sie sich das vor?

00:11:54: Was haben Sie dafür eine Vision?

00:11:56: Also für mich moderne Notaufnahme kann man nur spielen oder bauen, ausbauen.

00:12:04: Indem man erst mal die Möglichkeit hat, bestimmte Zahlen zu messen und zu gucken.

00:12:08: wie ist eigentlich unser Prozess?

00:12:10: Das in Bezug vielleicht auch auf mein Studium da in dem Bereich.

00:12:13: das hat ganz anders als rein medizinisch sondern einfach mal wie baut man Prozesse Wie verändert man sie?

00:12:20: Wie misst man bestimmte Sachen?

00:12:22: Ja, das hat mir da extrem geholfen.

00:12:25: Und erst wenn man bestimmte Kennzahlen erhebt und erstmal weiß, welche Kennzellen sind es denn eigentlich kann man versuchen Prozesse anzupassen.

00:12:33: Das ist wichtig.

00:12:33: dafür müssen die Voraussetzungen aber stimmen ja?

00:12:36: Dafür braucht man bestimmten Tools, bestimmte Programme, die das überhaupt erst mal möglich machen, es zu messen um es dann zu kommunizieren mit den anderen Schnittstellen.

00:12:45: weil was sind wir?

00:12:46: Wir sind eine absolute Schnittstellnabteilung.

00:12:51: fast jeder Abteilung in der Klinik, aber auch nach außen mit der Präklinik und dem Rettungsdienst.

00:12:56: Mit den zuweisenden Ärzten.

00:12:58: Das macht das so hochkomplex.

00:13:01: Für mich ist das Ziel des Ganzen eine sichere und qualitativ hochwertige Patientenversorgung.

00:13:07: Und die verbessern wir immer mehr indem wir regelhaft unsere Prozesse evaluieren und anpassen und regelmäßig fortbilden.

00:13:17: Genau!

00:13:17: Ja jetzt nehme ich Sie als sehr... überlegt, auch mit einer großen Ruhe war.

00:13:23: Ist das ein Teil wo Sie sagen würden?

00:13:26: Das bringe ich da auch als Stärke mit.

00:13:28: genau in diesem System, wo immer ein bisschen Dampf auf den Kessel ist darf mit einer Klarheit hineinzugehen und sozusagen Prozessestrukturen das zu vermitteln.

00:13:40: Sie sind der erste, der mir sagt dass sich Ruhr ausstrahlen.

00:13:45: Tun sie das sonst nicht vielleicht?

00:13:46: es ist ja dem Setting hier beschuldet.

00:13:52: Ich glaube, in einem gewissen Maß ist das Erfahrung die ich selber auch bemerkt habe an mir je länger ich zum Beispiel Notarztätigkeiten gemacht hab.

00:14:03: Irgendwann war es so dass ich in den notarztwagen eingestiegen bin und gemerkt habe ich werde ruhig selbst was ja irgendwie unlogisch ist aber es war auf einmal diese dass man selber gemerkt hat okay es ist nicht mehr Der starke Stress, sondern du weißt.

00:14:17: Du hast die Erfahrung und es klappt.

00:14:19: in dem Zusammenhang habe ich das selber gemerkt?

00:14:21: Ja!

00:14:22: Und ich glaube, es ist auch wichtig.

00:14:23: Ja also das ist noch mal wichtig!

00:14:25: Also ich nehme schon eine ganz große Energie wahr aber nicht eine Hektik die wo man vielleicht daneben steht als pflegirischer oder ärztlicher Kollege und denkt ach du liebes Businesses is ich schon Stress mit Chaos und jetzt haben wir hier noch einer sondern ich nehme dass als sehr ordnend und strukturierend war und mit einem Überblick Das ist ja das Geheimnis auch das System zu verstehen und das hatten sie eingangs gesagt in die Betelwelt einzutauchen.

00:14:50: da ist sicher noch ein Weg dass auch alles zu entstehen.

00:14:52: Aber das Kerngeschäft kennen Sie ja aus Ihren bisherigen biografischen, bio-kunftsbiographischen Stationen zu wissen wie das funktioniert.

00:15:00: und wichtig fand ich gerade noch mal den Gedanken, da wollte ich immer darauf eingehen die Schnittstelle in alle Abteilungen sowohl intern als auch extern.

00:15:07: sie sind ja natürlich ein Schmelztiegel weil ja alle mit ihren Bedürfnissen kommen berechtigten Bedürflassen und das wird ja sozusagen wenn wir es mal sozusagen etwas froh ganz freundlich ausdrücken, weil wir ja sind nicht immer nur sozusagen in großer Sachlichkeit vorgetragen.

00:15:23: Weil auf der anderen Seite ist ja ein Bedarf dahinter und auch eine Energie die das ist.

00:15:26: also es muss man ja auch mit einer gewissen Kompetenz dann können ordnen und priorisieren.

00:15:31: wahrscheinlich

00:15:31: genau da findet sich das Priorisieren nämlich wieder, weil es so viele sind ja um meine Liste wird täglich länger und ich kommuniziere aber auch Ich sehe euer Problem Und wir entscheiden jetzt erst mal.

00:15:45: ist das ganz akut wichtig?

00:15:47: oder kann ich euch jetzt schon sagen, es wird einen Moment dauern?

00:15:49: Ich hab's im Blick.

00:15:50: Aber das wird ein bisschen

00:15:51: dauern.".

00:15:51: Also da müssen wir ja auch in diesen Aufgaben priorisieren, weil es einfach so viele sind.

00:15:56: Genau.

00:15:57: Ist ja eigentlich kein großes Geheimnis aber scheint mir auch hier ein wesentlicher Schlüssel zu sein, dass Kommunikation und dann vor allem Verlässlichkeit sprich... Ich habe es nicht aus dem Blick verloren!

00:16:07: Ein Schlüssel dazu ist damit alle merken die haben uns im Blick und wir sind aufm Weg miteinander.

00:16:13: Ich glaube, Kommunikation ist der Schlüssel dazu.

00:16:16: Ja absolut.

00:16:17: und das was Sie vorhin gesagt haben ich finde es ist unglaublich wichtig dass je hektischer es wird man strukturiert wird.

00:16:26: und ich glaube das bin nicht generell und ich merke in genau diesen Situation werde ich das noch mehr.

00:16:32: also da geht's wirklich.

00:16:35: Wussten Sie von Anfang an Ihres ärztlichen Weges oder Medizinstudium ein Notfallmedizin?

00:16:41: Das ist das, was für mich reizt.

00:16:42: Oder hatten Sie eigentlich ganz andere Vorstellungen?

00:16:44: Nee es wusste ich relativ zügig.

00:16:45: also das hat mich schon immer gereizt.

00:16:48: muss sagen so ein bisschen habe ich auch von zuhause mitgekommen.

00:16:50: mein Papa ist selber Intensivpfleger lange Intensifstation geleitet.

00:16:55: irgendwie war das immer schon und Das war ziemlich schnell.

00:17:01: Und

00:17:01: sie waren ja als Notärztin auch viel auf der Straße unterwegs, oder?

00:17:04: Also das ist ja ein immer wieder heißes Geschäft sozusagen weil man in Situationen kommt Häuserstraße und so weiter wo das Brallerleben ja dann in großen existenziellen Situationen auch da ist Wenn ich nochmal den Blick einnehme, also da ist durchaus einiges los.

00:17:22: Jetzt haben Sie da so einen Team zu leiten?

00:17:25: Wie macht man das in so einem Umfeld wo auch ständig Hochdruck herrscht?

00:17:28: was ist Ihre Rezept und Ihr Angang zu sagen, das Team zu führen, zu leiden und auch Leute letztendlich dafür zu begeistern?

00:17:35: von den Assistenzärzten sagen sehr vielleicht auch vielleicht interessiert sich noch jemand für die Notfamilie ziehen.

00:17:41: Also erst mal mein Ziel ist, die Assistenzärzte davon zu überzeugen.

00:17:44: Dass Notaufnahme nicht das Schlimme ist sondern dass es eigentlich das was Spaß macht.

00:17:49: Also ich glaube es ist total wichtig auf Augenhöhe zu sein.

00:17:54: wir sind ein interdisziplinäres aber auch interprofessionelles Team und für mich am Ende sind alle positiv gesagt gleich ja?

00:18:03: Gleichwertig!

00:18:04: Ich behandle auch alle gleichwertig alle mitzunehmen, transparent zu sein.

00:18:12: Trotzdem oder auch zu kommunizieren ihr könnt zu mir kommen und ich höre euch.

00:18:17: Und trotzdem sicherzugeben wenn eine Entscheidung getroffen werden muss dann treffe ich dir auch und dann stehe ich da auch mit meinen Schultern dafür dar.

00:18:26: Und wenn wir in Situationen Entscheidungen treffen müsst dann könnt ihr euch auch sicher sein Ich steh dahinter entsprechend begründen könnt.

00:18:37: Und dann ist das auch fein und ich glaube so funktioniert das relativ gut, und ich finde es wichtig alle so gut wie möglich ins Team zu integrieren.

00:18:46: Auch die eigentlich von außen kommenden Assistenzärzte mehr weil ich glaube je mehr sie sich mit dem ganzen Team identifizieren können umso Positiven Effekt haben wir.

00:18:57: Man kann so viel lernen in der Notaufnahme, ja?

00:18:59: Wir können den speziellen Sachen beibringen wie Sonografie in der notfallmedizin.

00:19:05: Wer könnte andere Art regelmäßiger Fortbildung anbieten?

00:19:09: Also wir haben ganz viel was vielleicht auch unser Alleinstellungsmerkmal ist.

00:19:13: Wenn ich mal so auf dieses Thema gucke, was ja auch in den Krankenhauslandschaften Medizin ein zunehmendes Thema spielt ist Digitalisierung schon länger aber vor allem der Einsatz künstlicher Intelligenz.

00:19:25: Sehen Sie das in Ihrem Bereich?

00:19:27: Auch als einen wesentlichen Faktor, der da auf sie zukommt oder sogar schon integriert ist wo ich es jetzt vielleicht nicht im Blick habe außer in dem radiologischen Abteilung.

00:19:36: wir sehen die Entwicklung.

00:19:38: Also ja, ich glaube da kommt ganz viel und ich bin auch total gespannt darauf.

00:19:41: Normalerweise bin ich jetzt so in einem Alter wo ich sage ich will nicht dass die Zeit schnell vorangeht.

00:19:46: auf das Thema bezogen würde ich gerne mal so zehn Jahre vorgucken und sehen was wir dann anders machen.

00:19:50: ist es glaub ich wird eine ganz andere Welt werden?

00:19:53: Es gibt schon so unterschiedliche Tours die so langsam anfangen.

00:19:56: es geht los mit.

00:19:58: man kann Patienten selbstständig schon Anamnese machen lassen über bestimmte Apps, was auch gleich verschriftlich wird und dann man schon eine Grundlage hat womit man arbeiten kann.

00:20:10: Oder es gibt auch Ersteinschätzungstools die man den Patienten selber geben kann wo sie ihre Symptome schildern und dann mal helfen können.

00:20:20: In welchem Bereich geht es denn vielleicht?

00:20:22: Anstatt eine Telefonnummer.

00:20:24: Alles noch in der Entwicklung, aber da kommen ganz viele Sachen auf uns zu.

00:20:28: Ist das ne Chance, die Sie sehen gerade auch unter diesem Thema, dass was wir vorhin hatten wie wird es eigentlich gefiltert Patientinnen und Patienten also dann neulich mal an so nem Workshop teilgenommen.

00:20:36: Da war ein Zukunftszenario gezeichnet.

00:20:39: Der Patient hat irgendwie den Niederlassung und die Ambulanz gleich ganz ausgelassen weil er hat nur mit dem KI-Boot gesprochen über seine Symptome.

00:20:48: Geh dahin oder geh dahin.

00:20:51: Glauben Sie, dass das auch als Chance sozusagen?

00:20:54: Also Risiko ist immer drin wir wissen um Gefahren

00:20:56: etc.,

00:20:57: aber wenn man es mal auf die Chancenseite sehen auch ihre Arbeit ein Stück entlastet wird.

00:21:01: wo wir jetzt eben sagen gut das sitzt halt da ziemlich voll und manche müssen ja echt lange warten Das gehört hier dazu Und sie müssen nicht lange warten, das muss man auch immer wieder dazu betonen.

00:21:10: Weil Sie da hinten in den Dienstzimmern sitzen und Kaffee trinken, sondern weil ohne dass die anderen es merken ständig Notfälle reinkommen und sie neu priorisieren müssen.

00:21:19: Ich sehe das als absolute Chance, nicht als irgendetwas wegnemen.

00:21:23: Wir haben nichts wegzunehmen, sondern ich sehe es als absolute Entlastungstools die da entstehen.

00:21:29: Und jetzt fällt mir gerade ein, weil Sie vorhin gesagt haben der GBA, also der Gemeindeverbundesausschuss, dass damals festgelegt hat, dass alle über den Notaufnahme kommen?

00:21:37: Haben sie das eigentlich als gut befunden?

00:21:38: oder haben sie gedacht oh je lieber nicht?

00:21:40: Also es hat ja beide Seiten wahrscheinlich...

00:21:42: Also der Sinn des Ganzen ist deswegen heißt es zentrale Notaufnahmen, dass wir mit unserem breiten Blick alle möglichen Diagnosen im Kopf haben.

00:21:53: Ein klassisches Beispiel ist zum Beispiel ein Schwindelpatient, das kann ganz viele Ursachen haben.

00:21:58: Das kann mal vom Gleichgewichtsurga an kommen und mit einem Herzen verursacht sein oder eine neurologische Ursache sein.

00:22:07: Bei uns in der Notaufnahme haben wir all diese Fachabteilungen.

00:22:09: Wir sehen den Patienten breit Und können alle parallel gucken, im besten Fall.

00:22:14: Nicht hintereinander sondern parallel um Zeit zu sparen und haben von dort aus die Möglichkeit Zentraldiagnostik auszulösen.

00:22:22: Ja?

00:22:22: Es ist deutlich einfacher von der Notaufnahme ins CT zu fahren und wenn man dort eine Diagnose hat dann in die passende Abteilung zu kommen als wenn man schon ein bisschen in einer Vorschublade irgendwo aufgenommen wird und dann wieder neu anfangen soll, bereit zu denken.

00:22:39: Deswegen macht das absolut Sinn zentrale Notaufnahme.

00:22:43: Was jetzt zum Teil auch ... Das weiß ich aus meiner eigenen sehr sorglichen Arbeit ja auch zum Arbeiten der Notaufnahmen gehört dass sie da Situation erleben die auch tragisch sind weil Patientinnen Patienten nach Verkehrs- und Fällen nach anderen Situationen Herzinfarkt Schlaganfall kommen Und Sie müssen sozusagen über den Schockraum nicht hinauskommen Weil das Leben dort ändert also Auch Ohnmachtserfahrungen, die Sie und Ihre Kolleginnen teilen.

00:23:08: Wir konnten nicht helfen!

00:23:09: Wir konnten Nicht das tun, wofür wir zum großen Teil eigentlich als im Gesundheitswesen angetreten sind Menschen nämlich in gesundheitlichen Krisen zu helfen.

00:23:19: Wie haben sie das in Ihrer Berufsbiografie erlebt?

00:23:21: Das auch einzuordnen.

00:23:22: wie geht man damit um?

00:23:24: Ich glaube, es ist wichtig menschlich zu sein und das nicht als negativ zu sehen.

00:23:29: Man muss die richtige Grenze finden.

00:23:31: wie weit lässt man's an sich ran und wie weit nicht.

00:23:34: aber ich glaube so ganz hart mit einem Panzer durch die Welt zu laufen wäre nicht meine Option um damit umzugehen.

00:23:41: Wann wird geprägt von solchen Erfahrungen?

00:23:42: Das ist so!

00:23:43: Und es gibt mal welche da hat man länger was davon.

00:23:47: wir haben Mittlerweile viele Strukturen, um damit umzugehen.

00:23:51: Im Team besprechen wir solche belastenden Einsätze nach auch mehrfach wenn wir das Gefühl haben dass belastet jemanden.

00:24:00: Wir versuchen durch regelmäßige Trainings und auch ja indem wir unser Fachwissen immer wieder verbessern da eine Sicherheit zu bekommen und auch dieses Gefühl wir haben alles getan was geht Das ist schon wichtig und bezogen auf den Patienten.

00:24:18: Der Patient ist der eine Teil, aber es gibt halt auch diesen anderen Teil nämlich die Angehörigen, die da dazugehören, die quasi in anführenden Strichen gesagt übrig bleiben in so einer Situation oder die man sich dann genauso als unsere Aufgabe, die wir mit abholen müssen weiß ich noch was.

00:24:36: Und für mich persönlich war's immer gerade im präklinischen Bereich mal Notarzt.

00:24:43: Schwierig wird es, wenn man persönlich Patienten kennt.

00:24:49: Dann wird das wirklich schwierig und da hat man aber manchmal gar nicht die Wahl.

00:24:53: Man wird in so Situation reingeworfen.

00:24:55: Da muss man sich dann wirklich konzentrieren dieses Professionalität zu halten und das Emotional ein bisschen einzuschränken.

00:25:05: Was ja zeigt ja die Erfahrung... Vereint uns ja ein bisschen oder in den professionellen Berufen.

00:25:12: In der Situation geht das ja häufig ganz gut, dass man Rolle und Funktion gut trennen kann und sagen kann ich funktioniere jetzt hier?

00:25:18: Und dann muss man gucken wie es geht wenn die Situation vorbei ist und das Thema noch mal mitgeht.

00:25:24: Wobei Ich auch immer denke Wenn ich persönlich so eine Situation vielleicht ne Sehsorge erlebt habe Das ist auch nicht schlimm ist wenn so eine Geschichte nochmal mitgeht in den Alltag Oder wo auch immerhin Es kommt Vielleicht später nochmal Weil ist ja genau was zeigt von der Empathie, die wir auch mitbringen.

00:25:39: Also das heißt diese Geschichten berühren uns auch und das ist ja auch in Ordnung.

00:25:44: Ich wollte nochmal das Thema mit Ihnen angucken wo ich mich frage ob es eigentlich ein Mythos oder wirklich ein dauerhaftes Thema ist also Mythos jetzt zu hoch gegriffen sondern doch größer gemacht wird als es ist.

00:25:55: so dass Thema was immer wieder eine Presse ist Gewalt und aggressives Verhalten passiert und was uns unser gemeinsames Ziel ist, da arbeiten wir ja an wenigen Berührungspunkten auch zusammen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen um einfach eine gute Patientenversorgung hinzukriegen.

00:26:16: Wie nehmen Sie das Thema wahr?

00:26:18: Das ist ein Thema, das muss man ganz klar sagen und also aus meiner Sicht gibt es dann nur genau einen Weg und zwar keine Gewalt in unseren Notaufnahmen.

00:26:28: Das sollte man auch ganz klar formulieren und das tun wir ja auch mit unterschiedlichen Aktionen.

00:26:34: Nicht nur ich, sondern das ganze Team!

00:26:35: Wir versuchen schon in der Situation erstmal zu schauen.

00:26:38: warum ist denn jetzt eigentlich jemand irgendwie aggressiver als wir es erwarten würden?

00:26:45: Ja weil alle irgendwie in einer Notsituation sind aber dafür gibt trotzdem Grenzen.

00:26:50: Und ein respektvoller Umgang sollte immer die Grundlage sein.

00:26:55: werden auch dort geschult.

00:26:56: Wie gehen wir damit um?

00:26:58: Die eskalierend aber manchmal sind einfach Situationen, die sind das ist einfach ein Schritt too much und das kommunizieren wir dann auch klar.

00:27:06: also ganz klar keine Gewalt in unserer Notaufnahme.

00:27:13: Ja so das finde ich eine große Herausforderung für die gemeinsame Arbeit Mitarbeiterinnen, Kolleginnen und Kollegen darin zu stärken und zu stützen auch selbst deeskalieren zu wirken.

00:27:23: Weil ja schon gilt also das ist der Teil den ich, den man ja auch für die Patientinnen, Patienten und Angehörigen mal die Lanze brechen muss sie stürmen ja nicht hier rein weil Sie einfach sozusagen Lust haben aggressiv zu sein sondern häufig steht ja eine Angst eine Sorge dahinter.

00:27:40: Dennoch rechtfertigt das keine Gewalt und kein aggressives Verhalten.

00:27:43: Und da kommt es dann auch gerade auf die Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen an, die vor Ort sind, dann wirklich auch darauf einzugehen und dazu

00:27:51: zu

00:27:51: sorgen.".

00:27:51: Und Sie hatten uns vorhin schon mal gesagt, na keiner von uns sitzt irgendwie in einem Büro und dritt ein Däumchen, sondern es passiert ganz viel was man vom Bauartizimmer aus gar nicht sehen kann.

00:28:01: Wir versuchen das von Anfang an transparent zu machen.

00:28:04: ja alleine schon in diesen Ersteinschätzungsgesprächen wenn wir sehen... Das wird länger dauern, dann kommunizieren wir das auch genauso.

00:28:13: Und sagen aber, wir haben sie im Blick und wir reewalruieren das immer wieder neu so dass wir auch erkennen wenn sich etwas verschlechtert und dann priorisieren wir auch wieder neu.

00:28:26: Sie hatten vorhin schon mal den Blick mit Kainer von geworfen Schon Richtung Ende ein bisschen.

00:28:32: das Gespräch ist, die Zeit ist schon vorangeschritten.

00:28:34: Aber noch mal einen Zukunftsblick wagen.

00:28:37: wie wird sich denn aus Ihrer Sicht Notfallmedizin in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verändern?

00:28:43: Also ich glaube es wird immer wichtiger werden und ich hoffe darauf dass wir es gemeinsam mit ganz wichtigen Playern und ich sage da es ist eigentlich schon politisch hinter ganz wichtige Punkte wichtig dass wir es schaffen, dass am Ende wirklich nur noch die kritischen Patienten bei uns in den Notaufnahmen sind.

00:29:03: Und das klar ist, wo die nicht-kritischen Patienten sich hinwenden sollen und es wird hoffentlich viel fester auch im Ablauf eines Krankenhauses integriert sein.

00:29:14: Heute arbeiten wir da wirklich noch dran ums so ein bisschen... Wir versuchen uns stark zu integrieren aber dass wir auch so wahrgenommen werden ja?

00:29:21: Wir sind ein Teil des Ganzen und kein Gegenspieler.

00:29:27: Und wenn ich das doch noch fragen darf, wenn ich die Katlin Düring privat treffen würde.

00:29:33: Würde ich da auch eine immer betriebsame In-Action Person treffen?

00:29:40: Oder liegen Sie einfach mal auf der Couch und lassen alle gerade sein und sagen Notaufnahme ist ein flottes Geschäft?

00:29:50: Also ich bin schon eher die, die immer irgendwie in Bewegung ist Aber ich chill auch mal gerne und genieße das dann auch.

00:29:59: Für mich ist zum Beispiel sowas wie Schlafen mittlerweile einfach Lebensqualität, ja?

00:30:03: Einfach mal irgendwie im Bett zu legen ohne dass irgendwas piepen kann.

00:30:06: was an jetzt...

00:30:08: Und können Sie das gut abschaffen nach so einem Tag?

00:30:12: Ja!

00:30:12: Das ist ja eine wichtige Fähigkeit, dass man sagen kann Ich kann die Geschichten des Tages lassen und kann wirklich zur Ruhe kommen.

00:30:18: Ja,

00:30:19: das kann ich.

00:30:20: Schön Frau Düring, ich danke Ihnen ganz herzlich, dass Sie mich nach den ersten Monaten hier in Betel mitgenommen haben.

00:30:28: In Ihre Welt der Notfallmedizin und erzählt haben herzlichen Dank für das Gespräch!

00:30:33: Ich danke, es hat sehr viel Spaß gemacht.

00:30:37: Das war ...

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