#38: Begleiten in der Krise | Lars Kozian

Shownotes

Was macht psychiatrische Pflege eigentlich aus und wie hat sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert? Im Gespräch mit Philipp Katzmann ist heute Lars Kozian, um Antworten auf diese Fragen zu geben. Als pflegerische Fachbereichsleitung in der Psychosozialen Medizin am EvKB hat er im Laufe der Jahre eine deutliche Veränderung der Gesellschaft im Umgang mit psychischen Erkrankungen hin zum Besseren erlebt. Trotzdem ist noch „Luft nach oben“. Sein Ziel: Ein neues „Normal“, dass Menschen in ihrer Andersartigkeit nicht ausgrenzt, sondern durch den Abbau von Stigmata in der Gesellschaft aufnimmt.

Um auch auf fachlicher Ebene die bestmögliche Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu ermöglichen, erarbeitete Lars Kozian zudem gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zehn Leitsätze, um das Selbstverständnis psychiatrischer Pflege am EvKB zusammenzufassen, besonders auch mit Blick auf Weiterentwicklung. Außerdem erzählt Lars Kozian, welche Rolle Musik in seinem Leben spielt und wie er zu einer hauptberuflichen Musikkarriere steht. Was Helge Schneider und Leonard Cohen damit zu tun haben, erfahrt ihr in dieser Folge von „Vierundzwanzigsieben“.

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00:00:03:

00:00:13: Ich freue mich auf eine neue Folge Podcast, und freue mich das Lars Kuzern zu Gast ist.

00:00:18: Herzlich willkommen!

00:00:20: Vielen Dank für die Einladung, ich freu mich dass ich hier sein war.

00:00:23: Ja schön Lars, ich habe gedacht für den Beginn muss ich mal fragen wenn du gedanklich mal so dreißig-einunddreißig Jahre zurückgehst hättest du gedacht vor dieser langen Zeit Bäter in Betel das machen wirst, was du jetzt machst?

00:00:39: Nee, wahrscheinlich nicht.

00:00:41: Wer kann wenn er Anfang zwanzig ist überhaupt sich vorstellen dreißig und plus ein Jahr in einem Unternehmen irgendwie wirken zu können?

00:00:52: Näh hab ich mir nicht vorstellen können.

00:00:54: Jetzt, dass bist Du.

00:00:55: ja, muss man mal dazusagen, bist Du pflegerische Fachbereichsleitung in der psychosozialen Medizin Das heißt, Du bist für die psychiatrischen Bereiche pflegirisch verantwortlich.

00:01:05: Helfen wir doch mal so auf den Sprung.

00:01:07: und für die, die uns hören und so.

00:01:08: Das gar nicht sich vorstellen können was bedeutet das?

00:01:11: Also es bedeutet natürlich dass man die Rahmung schafft ja für die Kolleginnen genug Personal dazu haben alle bei gutem Laune zu haben Dass man die Ausstattung schaft was man braucht um sichererisch pflegen zu können das fängt mit ausstattungen von Räumlichkeiten an Infrastruktur all das Und dass man gemeinsame Strategie entwickelt, zu gucken was ist eigentlich der Pflegepart hier.

00:01:35: Und zwar im Wut- und interprofessionellen Zusammenspiel mit allen anderen Menschen die wir noch da rumlaufen haben und Funktionen.

00:01:41: Das ist ja auch ein weiteres Gebiet in der Psychiatrie hier denn wir haben die große Erwachsenenpsychiatrie GERD IV, die wir hier kennen.

00:01:49: dann gehört GR III dazu als Grundpsychatri, dann gehören die Tankskliniken dazu?

00:01:55: Dann gehört die Kinder- und

00:01:56: Jugendpsychiatrie.

00:01:57: Und die

00:01:58: P-Klinik?

00:01:59: Ja, Klinik für Psychosomatik und psychosomatische Medizin am Standort Johannes Stefft.

00:02:03: Ich muss das immer einordnen für die höheren Hörer, die uns weit weg mittlerweile hören habe ich mitgekriegt und dass die Strukturen hier nicht so kennen.

00:02:10: aber es ist ein großes umfassender Bereich.

00:02:12: Ich glaube

00:02:13: der größte Bereich den wir im IVKB haben und das ist die größte Universitätspsycharatrie in Deutschland.

00:02:18: Hast du dann auch einen radelnden Job durch die Stadt hindurch bist du viel unterwegs?

00:02:22: Ja, also ich komme schon mit dem Rad angefahren morgens und dann geht es weiter.

00:02:28: Alle Standorte sehe ich zu, dass ich einmal im Monat überall gewesen bin.

00:02:34: Und wenn wir da mal so ein bisschen in das thema-psychiatrische Pflege gehen wird's was würdest du sagen?

00:02:39: Was sind die Hauptthemen oder Unterschiede, wenn man sie überhaupt abgrenzen kann?

00:02:43: zur somatischen Pflege?

00:02:45: Also wir kennen ja Pflege würde ich sagen gemeinhin als etwas darstellen wir uns den Krankenpfleger oder die Pflegefachkraft vor am Bett, die pflegere Tätigkeit verzieht.

00:02:56: Psychiatrische Pflege ist da wahrscheinlich was anderes?

00:02:59: Ja insofern dann etwas anderes weil sie gar nicht so am Bett stattfindet sondern die Menschen kommen ja zu uns meistens dass sie somatisch fit sind.

00:03:06: das heißt die laufen umher gehen zu Therapien und haben ja auch tagesstrukturierende Einheiten etc.

00:03:15: Und wir gestalten noch ein bisschen den Tag mit, fängt mit der Morgenrunde an und wir begleiten auch die Krise in der man steckt.

00:03:25: Wir gucken, Psychiatrie hat ja verschiedenste Abteilungen, meine ich allgemein psychiatrische Station wo es vielleicht auch um Psychosen geht Menschen mit Krankheitsbildern wie Schizophrenie oder geht das Persönlichkeitssturung, Borderline oder bin ich depressiv?

00:03:43: Dann in der Grundtopsychiatrie denkt man natürlich an Demenz oder andere kommunitive Erkrankungen des Alters.

00:03:50: Wo wir uns alle begegnen, du hast eben gesagt was ist der Unterschied?

00:03:53: sind da so etwas wie Delire?

00:03:54: also die haben wir natürlich auch in der Somatik nach einer Operations zum Beispiel oder wenn ich nicht genug getrunken habe begegnet und uns auch Menschen in der somatik die Delirantes also Verhalten zeigen wo man sagt, die sind kognitiv nicht so auf der Höhe.

00:04:08: Die wissen auch ein bisschen Verwirrtheitszustände und machen Dinge, die außenstehende komisch finden.

00:04:14: Und da kriegen wir nicht selten einen Anruf von sagen, könnt ihr euch uns irgendwie nochmal beraten?

00:04:18: oder so.

00:04:18: Wobei das Thema Delir jetzt mittlerweile eigentlich auch überall angekommen ist.

00:04:22: Aber das sind Menschen natürlich, die vielleicht ähnliches Verhalten zeigen wie auch Demensterkranke.

00:04:30: Stichwort Verhalten, das merkt man ja ist oder weiß man auch aus den unterschiedlichen Feldern die ihr bearbeitet.

00:04:36: Ja auch Menschen mit einem sehr herausfordernden Verhalten.

00:04:41: Ich habe so eine Vorbereitung gedacht dass Psychiatrie über viele Jahre ja auch in unterschiedlichem Bereich nicht um Stickmar ausgesetzt wird zu sagen Ist es noch so?

00:04:52: erlebst du Themen die nach wie vor so gesellschaftlich stigmatisierend sind?

00:04:56: Oder ist das nicht mehr so ein Thema?

00:04:57: sind wir dieser Gesellschaft davor angekommen?

00:05:00: Ja, also es gab ja die große Veränderung mit der Psychiatrie Enquete in den siebziger Jahren.

00:05:05: Thema sprengt die Fässer und sozusagen die Leute empowernd rein holen in die Gesellschaft als das ganz normal ist.

00:05:12: Und das hat sich natürlich über die Jahre fortgesetzt.

00:05:16: und heute Recovery.

00:05:18: gedanke dass wir auch da sagen Mensch diese Verletzlichkeit die Menschen zeigen in der Psychiätrie Die haben wir noch eigentlich alle.

00:05:27: und die Frage, was hält uns gesund?

00:05:29: Was hält uns auf Spur?

00:05:31: Warum wird da eine psychisch krankt der andere nicht.

00:05:33: Aber diese Bewegung sozusagen den Menschen nicht in seiner Andersartigkeit auszugrenzen sondern mit reinzunehmen in die Gesellschaft Und das als normal zu verstehen.

00:05:45: Wir wissen auch jeder von uns wird eigentlich einmal oder einmal in seinem Leben Phasen wo es besser wäre dass er auch professionelle Hilfbekäme.

00:05:57: Das sind also alles Dinge, die dazu führen wo ich sage das hat sich verändert.

00:06:02: aber denken wir an Aschaffenburg schlimme Dinge in dem Land passiert sind wo psychisch kranker Menschen auch in Erscheinungen zu treten sind als Täter von Dingen ist natürlich der Schrei nach Sicherheit sehr groß dass wir euch jetzt irgendwie aus so einer Veränderung merken dass der Druck sozusagen wieder vor zunehmend Auch die andere Seite, nicht zu vernachlässigen.

00:06:26: Ich habe auch eine Schutzfunktion für Gesellschaft.

00:06:30: Aber was ich durchhöre ist ja der Teil so einen Ansatz, der sagt Menschen in ihrer Situation einfach wahrzunehmen da natürlich auch medizinisch pflegig zu unterstützen wo es geht und wo es notwendig ist aber eher in ihre Persönlichkeit oder in denen zu stärken um möglichst autonomes Leben auch zu erleben.

00:06:48: Stichwort Empowerment kürzlich Leitsätze der psychiatrischen Pflege für den Fachbereich gemacht und das finde ich ein entspannendes Projekt, weil es ja auch ein kleines Projekt gewesen ist wenn ich das richtig verstanden habe.

00:07:02: So klein

00:07:02: war's gar nicht?

00:07:02: Ja also doch etwas größer gewesen, da sind jetzt schon fast zweieinhalb Jahre doch die sich dann gebraucht hat.

00:07:11: aber so ist dass wenn sie eben nicht einfach nur am Schreibtisch entsteht und einer sitzt und sagt ich schreibe das mal runter sondern er ist wirklich ein Teamprozess gewesen, indem du mich da nochmal bist Wie ist das überhaupt dazu gekommen?

00:07:21: Was hat euch bewogen zu sagen, wir wollen es jetzt nochmal in Leitsätze fassen.

00:07:25: Das muss ich mal noch einmal zum Anfang sprechen weil ich ja ein Dreißig Jahre zwar in Betel beschäftigt bin aber nicht ein dreißig jahre fürs FKB tätig war.

00:07:33: War tatsächlich damals der Beginn und nach der Ausbildung war ich einer psychiatrischen Klinik schon tätig als Krankenpfleger.

00:07:41: Als ich vor drei Jahren wieder ins FKB eingestiegen bin, hatten wir im November eine Klausur mit dem Pflegemanagement.

00:07:47: Da sitzen die Stationsleitung und Abteilungsleitung zusammen.

00:07:50: Und wir haben uns über wichtige Dinge unterhalten – Ausfall-Management, Krankheitsquoten wie sich verändern, Ramung, Beschaffungswesen.

00:07:59: Warum kommt der Maler nicht?

00:08:00: Und all solche wichtigen Dinge aber eigentlich gar nicht mit was es oder bei psychiatrischen Pflege kamen, nicht drin vor.

00:08:09: Und dann ist mir das aufgefallen, ob wir es zum Thema gemacht haben und alle gesagt ja hast du da nicht recht.

00:08:14: Wir haben ja viel Orga, viel drum herum aber unser Kerngebiet eigentlich nicht.

00:08:20: Dann kamen wir so in den Austausch was ist für uns psychiatrische Pflege?

00:08:24: Da haben wir gemerkt wie schwierig das zu beantworten ist.

00:08:27: Dann stellen wir doch mal dem Unternehmen und geben das in die Kliniken, Stationen, Abteilungen rein und lassen unsere Menschen sich damit auseinandersetzen.

00:08:35: Das war ein total toller Prozess sehr unterschiedlich auch gemacht.

00:08:40: Wir haben keine Methode angeboten und gesagt, das könnt ihr machen Freestyle wie ihr wollt.

00:08:45: Und manche haben auch einen eigenen Klausurtrag dazu gemacht.

00:08:47: Manche haben ein Konzeptgespräch dazu genutzt oder eine Übergabe.

00:08:52: Von daher hatte ich eine Rückmeldung auf den Schmierzettel und ich hatte fast ein halbes Buch sozusagen.

00:08:58: insgesamt von den vierundzwanzig Departements haben neunzehn mitgemacht und es ist sehr intensiv behandelt.

00:09:05: Wir haben über vierhundert zwei Einzelrückmeldungen bekommen und die Leitsätze, die du jetzt vorliegen hast ist oder das geronnene Markt der Erkenntnis nach so einem Schreibprozess.

00:09:17: Wir haben dann auch da wieder alle eingeladen.

00:09:20: jede Abteilung, jede Klinik sollte jemanden entsenden nicht mehr leitungsmenschen auf von der Basis.

00:09:27: Und dann haben wir gemeinsam diese Sätze geschaffen geschliffen und immer wieder neu durchgekauert Haben das den Fliegen vorgestellt, haben dann die Runden gemacht mit Mitarbeitervertretern, Geschäftsführungen, Pflegemanagement, Pflegedirektion.

00:09:42: Und jetzt sind sie verabschiedet, sind fertig und wir gehen damit gerade auch in die Welt haben.

00:09:48: Diverse Tagungen, Konkretze wo wir diese ja sich vorstellen noch ein bisschen von diesem Prozess berichten.

00:09:54: Also ihr habt nervgetroffen bei den Mitarbeitern.

00:09:56: das merkt man an den Rückmeldung.

00:09:57: da haben Leute echt Lust gehabt sich mit zu beschäftigen.

00:10:00: also dass ist doch ein Bedürfnis hatte ich in der Rückmeltung.

00:10:05: Gibt's da was, was dich völlig überrascht hat?

00:10:06: Wo du sagst, da staun ich noch mal selber.

00:10:09: Oder hast du gesagt, da ist auch ganz viel dabei, was wir erwartet haben?

00:10:14: Es gibt natürlich sowas wo Leute das vielleicht zum Ausdruck gebracht haben diese Schwierigkeit was es ist.

00:10:19: also wir hatten Dinge die konnten wir doch nicht nutzen.

00:10:22: es ist was.

00:10:22: es war schon immer so ja das ist zwar alles richtig aber das macht das irgendwie deutlich.

00:10:30: zu fragen was macht ihr eigentlich im Tag?

00:10:33: Und dann das in zehn Leitplanken wirklich auszudrücken und das Konzentrat zu gewinnen, was es eigentlich geht.

00:10:43: Das war gar nicht so einfach.

00:10:45: Was mich überrascht hat, weil die Zustimmung... Also wir haben ja viele kritische Geister auch in der Psychiatrie, die irgendwie sagen, was soll das am Anfang?

00:10:52: Und ist doch klar!

00:10:55: Und als wir das vorgestellt haben, ich sage meine viel gevollen Versammlung, da haben wir doch sehr, Lob bekommen wollen die sagen doch ich kann etwas mit anfangen und wenn man das operationalisiert weil es natürlich auf einer Flughöhe ist, die für alle gilt.

00:11:11: Also das muss ja für die Kinder- und Jugendpsychiatrie, für die B-Klinik und für die Erwachsenengrundpsychiatric genauso gelten.

00:11:18: deswegen setzt das jetzt nicht irgendwie Prostaktion an und gibt da einen Richtschnur sondern... Eigentlich was Allgemeingültiges.

00:11:26: Ja, ich finde das von daher etwas Starkes weil es ja was Verbindendes ist und es steckt ja schon im Titelleit Satz drin Es ist eben kein Dogma Im Sinne Von Das Muss Jetzt Prinzipienraterei in allen Situationen gelten, aber es schafft einen verbindenden Rahmen.

00:11:39: Und ich finde das von daher interessant weil ich so gedacht habe dass kommt aus der Mitarbeitung geschafft und es sind jetzt in der Essenz eben gar keine technischen Fragen wie wir sozusagen in bestimmten Dingen umgehen müssen.

00:11:51: oder wie funktioniert richtiges pflegere Sandeln?

00:11:54: Wie machen wir den Prozess richtig?

00:11:55: sondern es zeigt eigentlich dass alle eine Sehnsucht haben Das sind Stiften, die ihres Berufes darzustellen.

00:12:03: Weil ich dachte so der erste Leitsatz heißt Werte orientierte Pflege und Begleitung.

00:12:07: das ist vielleicht auch in einem gewissen Weise erwartbar in dem Leit in Leitsätzen aber es macht es trotzdem irgendwie klar und ich bin hängen geblieben an dem letzten Satz was uns eint is die Verletzlichkeit.

00:12:20: du hast es gerade schon mal angesprochen diesen Teil.

00:12:22: vielleicht gibt's eine Lebensphase wo wir alle mal professionelle Hilfe bräuchten Dass das dann auch aus der Mitarbeiterschaft zukommt, eine Identifikation ja mit vielleicht nicht mit einzelnen Personen aber mit der Situation von Menschen.

00:12:35: Das fand ich noch mal einen unglaublich interessanten Ansatz.

00:12:38: Nicht einfach nur hier sind die gesunden da sind die Kranken.

00:12:41: Ist ja nicht nur dass ich selber vielleicht einmal im Laufe des Lebenshilfe brauche sondern ich kenne natürlich auch ganz viele Menschen um mich herum Nachbarn Freunde Familie die vielleicht auch schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen haben also irgendwo die Offenheit zu sagen, du sprachst über Stigma.

00:12:58: Dass es nicht mehr stigmatisierend ist sondern dass man sagt eigentlich geht's bei psychatischer Versorgung immer um Menschen wenn sie nicht selber bin in meinem unmittelbaren Umfeld und mich herum.

00:13:13: Also ich hatte das selber... Ich bin in den Wohnung eingezogen von einem Menschen wo ich dachte am Klingelschild er war ganz seltener Name schon mal begegnet.

00:13:23: Ja, war ein Mensch den ich damals sozusagen gepflegt hatte noch in meiner Ausbildung einer Grundupsychiatrie und die Vermieterin, die ich hatte, begegnete mir auch nochmal.

00:13:35: im Kontext dessen also um mich herum leben Menschen, die auch unsere Angebote nutzen und ich bin vielleicht einer davon mehr nicht sehr zelt Und das ist was normales, dass ich jetzt irgendwie zum Diabetes einstellen irgendwo hingehe oder sage Ich bin echt lange Zeit schlecht drauf.

00:13:54: Können Sie mir helfen?

00:13:59: Das ist auch ein Teil der Sätze.

00:14:02: Die Frage nach Umgang mit belastenden Situationen, selbst für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern also die eigene Salatürk Genese im Blick zu haben.

00:14:10: wie schafft man das über so einen Berufsleben lang in einem sehr dichten Setting von Erkrankungen etc.

00:14:16: Und Menschen ja auch unterschiedlicher Persönlichkeiten sich gesundzuerhalten?

00:14:21: Frage an mich als Lars Kothian oder Frage an...

00:14:26: Als wer würdest du sie denn gern hören?

00:14:28: Als der, als die Fachbarastleitung und als Lars-Kothian.

00:14:31: Fangen wir mal an sozusagen ich habe natürlich einen anderen Job wie die Kollegen im Vorort also eben gesagt bin für die Rahmung zu tun, dass irgendwie alle mit nach Nuss und Laune arbeiten können, mit genug Personal guter Ausstattung

00:14:43: etc.,

00:14:44: das eine Strategie da ist und dass sich die Dinge um Prozesse dann abspielen können im Haus.

00:14:49: Ich bin eigentlich nicht bei Gewaltsituationen dabei, wenn man den Krisen und den zugespitzten Dingen eigentlich nicht vor Ort.

00:14:57: Und von daher habe ich einen großen Schutz auch für mich.

00:15:01: Es gibt natürlich andere Druck-Situationen, Sandwich-Positionen, da gibt immer ein drüber und ein runter und es gibt Erwartungen.

00:15:08: und wie gehe ich damit um?

00:15:10: Deswegen sage ich gleich was zu mir aber vielleicht nochmal... Bei den Kollegen bieten wir natürlich schon auch an Supervision, Coaching, dass man das zum Thema macht.

00:15:18: Dass man reflektieren und Gespräche führt und es nochmal hebt was eigentlich da passiert ist.

00:15:23: Dass wir Situationen nach besprechen, dass es nicht in mir bleibt oder dass es rauskommen darf.

00:15:28: Das man das gefühlt hat Wir sind ein Team.

00:15:30: Wir tragen uns hier auch gemeinsam Und man darf auch schwach sein gar nicht darum zu sagen, jetzt Gewalt mit Gewaltzimmer antworten sondern diese Verletzlichkeit dahinter zusehen und sehr vorsichtig immer wieder angemessen.

00:15:46: Mit möglichst wenig Zwang zurück reagieren.

00:15:50: Es

00:15:50: ist ja wenn ich da reingegangen darf das hier überhaupt so ein wichtiges Thema?

00:15:53: also weil ich auch mit diesem Thema das fällt mir gerade ein weil du sagst ja mit dem Thema Gewalt und aggressiven Verhalten im Krankenhaus beschäftigt bin an unterschiedlichen Stellen dass wir eben und klar unterscheiden.

00:16:05: Und ihr habt es mit Patienten zu tun, die vielleicht oder die aggressives Falten aufgrund ihrer Erkrankung oder vielleicht einer Medikation begonnen werden.

00:16:13: Und wir dann natürlich schon klar sein müssen auch zum Schutz der Mitarbeiterinnen-Mitarbeiter aber wir sind natürlich in Ihrer Situation auch wahrnehmen und sehen müssen und die Intervention deshalb sehr angemessen sein muss oder auf diese Situation bezogen.

00:16:26: Genau!

00:16:26: Und auch immer wenn Verständnis zwar, nämlich ich nehme dich mal mit in die Grundsicherheit, da ist ja so... dass viele, du hast jetzt Gewaltsituationen genannt eskalieren wenn Menschen in der Grundpflege versorgt werden.

00:16:40: Aber stell dir vor du weißt nicht das du jetzt Hilfe brauchst bei der Grundpflege und jemand fummelt an deiner Hose rum öffnet die und will dich auf einer Toilette setzen weil

00:16:49: du in der Gerontopsortie zum Beispiel demenziell verändert bist?

00:16:52: Genau!

00:16:53: Und dann hast du was dagegen.

00:16:56: deine Reaktion ist eigentlich gar nicht gewalttätig sondern Schutz.

00:16:58: also sieh hände weg.

00:17:02: Und deswegen glaube ich ist auch wichtig immer wieder zu wissen, warum neigt jetzt jemand dazu?

00:17:07: Warum macht er das, dass man sich das erklärt weil es dann nicht so verletzt.

00:17:12: Weil für mich einfacher ist es zu verarbeiten.

00:17:15: und jetzt komme ich nochmal zurück, dass du eben gesagt hast was hält dich oder was hält die Menschen, deine Kollegen gesund?

00:17:20: Das muss glaub ich jeder für sich selber beantworten.

00:17:22: Du kannst jetzt nicht als Arbeitgeber sagen du machst Sport und du machst irgendwie ein bisschen Yoga und so und das musst du ja zu dir passen passt auch Yoga und Sport.

00:17:33: Und zu mir, das eint uns ja so ein bisschen, wir machen ja beide zusammen gerne Musik und Musik ist natürlich auch etwas was für mich einfach zum Gesund... erhalten und zum resilienten Leben dazuhören.

00:17:46: Genau, ich hatte ja die Freude weil du es ansprichst Ich habe sie auch auf dem Zettel gehabt aber ich nehme schon mal gern auf als Musiker eigentlich kennengelernt Und wir haben hier Freude an bestimmten Stellen manchmal miteinander Musik zu machen was immer wieder viel Freude macht.

00:18:00: und ich hab so überlegt in der Vorbereitung Auch im Blick auf die tretzig Jahre hat's vielleicht auch mal zwischendurch eine Phase gegeben wo du gesagt hast ach Musik wenns passen würde könnte ich mir eigentlich auch beruflich vorstellen Wie ist der Mensch für die Bühne?

00:18:14: Ich bin ganz gerne auf der Büh ne und mache gerne Musik, schreibe auch selber Lieder und so immer diverse Bandprojekte und sowas.

00:18:22: Dieses... ich kann mir das vorstellen gab es vor der Ausbildung, vor den dreißig Jahren in meiner Jugend Und da war's tatsächlich so dass ich um so eine Phase hatte viel getoppt und meine Eltern glaube ich ein bisschen so weißdutgetrieben weil ich nicht studiert keine Ausbildung gemacht habe und so was Und davon geträumt habe, als Musiker berühmt zu werden.

00:18:45: Heute bin ich total froh, dass das anders gekommen ist.

00:18:48: Helge Schneider ist übrigens schuld daran.

00:18:50: Ach

00:18:50: so!

00:18:50: Du warst ja der da mitgebracht zu

00:18:51: tun?

00:18:52: Ist zu klug.

00:18:54: Ja,

00:18:54: da tut man lieber die Mürchen an.

00:18:56: So in die Richtung... Der hat gesagt tue mal über die Mörchen.

00:18:59: Mach was ordentliches.

00:19:01: Nein es gab einen Showgegen hat sich hier boh rum.

00:19:03: Da bin ich wenig eingelangt worden von einer Plattenfirma und ein Fan Bus ist gefahren aus Bad Satz-Uffnen dahin Und wir haben gespielt.

00:19:12: Ich dachte, warum sprich mich keiner an?

00:19:13: Es war eigentlich super, total gefeiert!

00:19:16: Da hab ich den Fanbus wieder zurückgefahren und so war ein schöner Abend... ...und dann kriegte ich einen Anruf in den nächsten Tagen und sagte ja hier, Helge Schneider, ich weiß nicht ob du ihn kennst, er geht gerade durch die Decke.. ..und der hat irgendwie seine Platte jetzt rausgebracht und wir hatten leider keine Zeit für dich.

00:19:32: Und da war ich echt total gefrustet.

00:19:34: Dann habe ich gesagt, es ist auch ein Scheiß-Business.

00:19:36: Ich mach jetzt was ordentliches.

00:19:39: Das finde ich ja eine echt winzige Story.

00:19:41: Ich

00:19:41: habe noch so einer... Ja, los raus!

00:19:43: Willst du wissen?

00:19:46: Damals hatte man ja Tapes gehabt, Kassetten.

00:19:47: Dann habe ich die sich hingeschickt und dann habe ich... Ich glaube, Stratmann war eines der großen Booking-Aventuren.

00:19:55: Und dann bekam ich einen Anruf von Stratman und die suchten für Leonhard Kohn.

00:20:00: Ich sag mal jemanden, der in der Umbaupause spielte.

00:20:03: Und da habe ich gesagt wie ihr Umbaufause find' ich aber blöd.

00:20:08: Knall hat gesagt, alles klar.

00:20:10: Ande freuen sich!

00:20:10: Dann mach's gut, tschüss!

00:20:12: Und

00:20:14: da war das auch vorbei.

00:20:15: Aber du wolltest gleich die große Bühne?

00:20:17: Du hättest vielleicht erst mal die kleine bühne nehmen.

00:20:18: Kann ich nicht mit dem zusammenspielen...

00:20:21: Jetzt musst du mit mir Musik machen und das tut mir was.

00:20:24: Nein aber du hast ja eine Alpen-Event, aber ich wollte dich in deiner Story nicht unterbrechen.

00:20:29: Nee

00:20:29: jetzt mach' ich es auf den Stone.

00:20:30: Ja,

00:20:33: sehr witzig.

00:20:33: Also und dann hast du gesagt machst was richtig und bist in die Psychiatriepflege gegangen erst mal?

00:20:37: Aber ist das der Teil, oder ist es damals noch Krankenpflege auch, dass da schon psychiatriepflege gleich gewesen

00:20:43: sind?

00:20:43: Nee, also dass man gleich mit Fachausbildung startet ist unüblich, auch damals war's nicht so möglich.

00:20:50: Also immer eine Grundausbildung und ich habe noch gesundheits- und krankenpflege gelernt, dem Titel auch abgeschlossen Aber war dann auch den Fachkurs noch gemacht.

00:21:00: Und da interessierte mich nämlich genau diese Faszination dafür.

00:21:03: oder der Weg in die Psychiatriepflege ist ja jetzt nicht so selbstverständlich, gab es da einen Moment wo du gesagt hast, da fing an mich was dran zu reizen?

00:21:13: Das ist auch die Musik wieder und Schuld weil ich natürlich einen Job brauchte um meine Musik ein bisschen am Leben zu halten.

00:21:21: Ich hatte gejobbt in einer libyschen Nervenklinik wie Dr.

00:21:23: Spernau Und das hat mir schon wirklich gut gefallen.

00:21:28: Und da habe ich mich ganz bewusst eigentlich auch für Betel entschieden und wusste, da kann ich nachher auch in die psychiatrische Landschaft dann einrufen

00:21:40: nicht.

00:21:40: Und wenn du jetzt mal so diese lange Zeit an den Unterstatten Stationen überblickst?

00:21:46: Das müssen wir gerade noch dazu sagen.

00:21:48: Du bist ja dann also aus dem Betel in GVKB angefangen bis dann im Betel ins.

00:21:54: War das Emmaus oder welches Haus war das?

00:21:56: Nee, wir... Ich

00:21:56: bin gar kein Haus in einem Stiftungsbereich Gemeinnepsychiatrie.

00:21:59: Heute Betere regional.

00:22:00: Da haben wir eigentlich ja so teilstationäre Angebote für Menschen mit Drogen, Abhängigkeit oder Polytoxicoman, alles was Spaß macht.

00:22:11: Verfindete ich das jetzt rasslich?

00:22:12: Du, der irgendwie ein Haus im Betel geleitet hat?

00:22:14: Das kam später!

00:22:15: Ach, das kam später.

00:22:16: Ach, da gab es zwar etwas.

00:22:17: Ja,

00:22:18: sechs Jahre war ich im Stiftungreich Gemeinnepsychiatrie wie Frau Phoenix gibt's glaube ich immer noch Und hab da eher Sozialarbeit viel gemacht.

00:22:27: Schuldenregulierungen auf Ämter begleitet und so weiter, die Leute zu Hause dann in den WGs, die wir angemietet hatten sozusagen begleitet.

00:22:36: Und dann war ich im Dankwort, habe Öffentlichkeitsarbeit gemacht, fünf, sechs Jahre... ...und dann studiert in der Zeit hier so ein Personal- und Begleitungsprogramm für zukünftige Führungskräfte gemacht.

00:22:52: glaube ich, ein guter Karrieremove das zu machen.

00:22:56: Und dann bekam ich die Anfrage ob ich nicht das größte Haus der Altenhilfe aus Elim in Eckhardts hat.

00:23:01: Das hab' ich zwölfundhalb Jahre gemacht.

00:23:03: Das war ja auch so viel... Das war insofern auch wirklich toll weil nebenan war eine Kita und wir wohnten dann auch im Dorf und habe mich selten meine Kinder mit dem Schlitten im Winter oder mit dem Fahrrad im Sommer zur Kita gebracht.

00:23:18: In den Tiefen schneiden

00:23:19: Biedervell der Winter an.

00:23:20: Ja, ja... Die ist vor dreißig Jahren erkannt.

00:23:23: Genau!

00:23:24: Und dann wieder zurück.

00:23:25: und dann habe ich irgendwie gemerkt nach den zwölf- und einhalb Jahren da war absolut die längste Epoche was jetzt bohfe allmählang dass sich wieder eine neue Herausforderung suchte und dann war die Stelle letztercher Fachpreisleitung der Psychiatrie frei dachte jetzt könnte der Kreisich wieder schließen?

00:23:44: Also

00:23:44: du musst es nicht lange überredet werden für den Tag Sondern es hatte ich schon auch gleich gereizt.

00:23:49: Und was war's?

00:23:50: Was dich da so dran gereizte, einfach wieder ins EVKB zu kommen und diesen Da wo du hergekommen bist, dass der psychiatrischen Pflege dann mit der Fachweiterbildung das zu machen oder...

00:23:58: Also es hat mich in diesem Team gereist.

00:24:01: also die Fachbereißleitung fand ich ein gut besetztes Team und ist der Auftrag natürlich Mit der Flughöre jetzt nicht auf eine Komplexeinrichtung wie ehemals war sondern mehrere Häuser Verantwortung zu übernehmen unterschiedliche Strategiestränge zu kombinieren und vielleicht auch so von der Leitung nicht mehr im System zu sitzen, wie man als Einrichtungsleiter Elim immer noch im Haus verortet ist.

00:24:28: Sondern auch nochmal stärker einen Move zu machen am System zum Speichern.

00:24:34: Und da würde ich noch ein bisschen nachdenken.

00:24:36: Wir hatten es vorhin schon ganz kurz, du hast jetzt ja einen langen Überblick in deiner Berufsdorfbahn auch an den unterschiedlichen Orten aber immer irgendwie im Kontakt und in der Begleitung mit psychiatrischen Patienten, mit diesem Ausflug in den Dankort.

00:24:49: Aber wir sind alle mit unseren Themen unterwegs usw.. Wie hat sich das denn verändert?

00:24:53: Das Thema Begleitungen in der Psychiatrie, psychiatrische Behandlung, psychiatrische Pflege

00:24:58: Also der große Wurf würde ich sagen ist mir gar nicht aufgefallen.

00:25:03: Also die Grund...

00:25:04: Da muss ja nicht ein großer Wurf sein, manchmal geht es ja auch steichend oder wie auch?

00:25:07: Ja also manchmal ist es ja so dass durch die Pflegeforschung als andere Begrifflichkeiten Konzepte modifiziert werden man von der Soziologie von Medizin und Psychologie noch Dinge mit aufnimmt und daraus sozusagen neue Konzepten macht.

00:25:22: aber die große Richtung den Menschen ernst zu nehmen und zu sagen was dir passiert passiert ganz vielen.

00:25:30: Und deswegen sage ich mal, eine wirklich grundlegende Veränderung war die Implementierung von sogenannten Genesungsbegleiterinnen.

00:25:40: Also Menschen, die eine psychiatrische eigene Erfahrung haben mit auf die Station als Mitarbeiter zu gewinnen, die dann in den Krisen nochmal eine ganz andere Art von Beziehungen aufbauen können wie Menschen jetzt einen professionellen Hintergrund haben Die gab es früher nicht, Genesungsbrüderleiterinnen.

00:26:01: Und das hat noch mal eine Meningung bewegt und war auch gerade dass die Patienten sich sehr stark darauf einlassen können oder dass es Ängste nimmt also dass man das Gefühl hat ihr meint ist wirklich gut mit mir weil natürlich immer auch Wenn ich in die Psychiatrie komme, sagen wir mal vielleicht doch noch Stigmatisierung da ist und ich komme schon wieder.

00:26:24: Ich habe es nicht geschafft oder sonst was.

00:26:26: Dann hab' ich auch jemanden vor der Nase, der sagt okay, ich habe gerade eine richtig stabile Phase.

00:26:30: Ich arbeite so bei hier aber bin ja auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt und ich kenne das alles, was du erlebt hast.

00:26:38: Ja also sagst du mich nochmal zu den Gedanken dass sich glaube das was wir Patientinnen-Patienten häufig grad auf emotionaler Ebene erleben ist ja das Thema Scham Und das ist ja der spannende Punkt.

00:26:53: Da sind wir noch mal bei den Leidsetzen, dass wirklich auch würdevoll im wahrsten Sinne des Wortes zu begleiten.

00:27:00: Wir können denen das nicht einfach nehmen, sondern die Scham ist da und die Angst auf Verstigmatisierung.

00:27:05: Deswegen war mir das am Anfang nochmal so.

00:27:07: der Gedanke wie es eigentlich in der Wahrnehmung ist aber bei den Menschen ist es dieses Gefühl und dann Stück für Stück zu lernen darf auch irgendwie ein Teil von mir sein, weil wir es vielleicht nicht alles wegkriegen was da in der Krankung ist oder an psychiatrischer Störung.

00:27:24: Aber es kann sich irgendwie ins Leben integrieren.

00:27:26: Ja sogar ich gehe noch einen Schritt weiter im Sinne von das ist ein Teil vor mir und das muss gar nicht weg sondern ich muss es vielleicht verstehen.

00:27:33: Ich muss einen anderen Ungang damit finden und indem mich damit beschäftige löst es sich vielleicht auch ein bisschen auf wenn ich weiß woher das kommt also was mit meinem Lebensrucksack alles so drin ist.

00:27:42: Und Therapie ist ja häufig so dass den Rucksack aufmachen und mal ganz gezielt mal reingucken, was können wir daran bearbeiten?

00:27:51: Also in verhaltenstherapeutischen Prozessen etc.

00:27:53: Manchmal ist es auch gut dass man sagen, den Druck lassen lassen wir erstmal zu und wir gucken einfach das wird die Krise über gemeinsam leben Und wir nehmen sie an die Hand und wir stützen Sie, wir sind da.

00:28:06: Wenn ich nochmal an dich als auch Mensch und Personalchef gehe, also Personalschef ist jetzt ein großes Wort dafür.

00:28:13: Aber in der Rolle Funktion dass du ja auch Mitarbeiter gewinnen musst und das Feld für begeistern musst wie... Wie blickst du darauf?

00:28:25: Ist das eigentlich relativ einfach.

00:28:26: Interessieren sich die Leute für die psychiatrische Pflege und sagen, ja pflege da ist es schon ein Fachkräftemangel dar aber wir sind da ganz gut dabei.

00:28:34: oder was müsst ihr tun damit das gelingt?

00:28:38: Also es gibt eine Spreizung.

00:28:39: Wir merken dass das in der Erwachsenenpsychiatrie, in der Kinder- und Jugendpsychatrie auch in der Peklinik eigentlich unkompliziert ist.

00:28:45: Hier rund um Psychiatrie haben jetzt auch Bewerbungsphasen gehabt, so ein bisschen länger Dauerstellen nachzubesetzen.

00:28:52: Ich glaube dass es dieser ganzheitliche Ansatz ist, dass wir wirklich Körpergeist und Seele in den Blick nehmen.

00:29:00: Dass das Leute anspricht wie wir sagen Leitsatz Nummer eins was uns einst sich Verletzlichkeit ich kenne mich und ich muss hier nichts spielen keine Rolle spielen sondern ich darf auch ein Stück weit so sein wie ich bin.

00:29:13: Und vor allen Dingen, ich glaube das ist das Punkt am meisten der interprofessionelle Austausch und dass wir flacher Hierarchien haben, dass wir wirklich gemeinsam behandelt.

00:29:22: Und jeder hat seine Rolle und Funktion natürlich auch unterschiedliche Wertigkeiten in Bezahlung und sonst je was.

00:29:31: Aber letzten Endes ist es schon so Wir sind ein Team und jeder übernimmt einen Part.

00:29:38: Naja, wir als Pflegende von den hundert Prozent Mitarbeitenden in der Psychiatrie stellen über sechzig Prozent des Pflegendes.

00:29:47: Und da habe ich, glaube ich sechsundnachgeordnete Mitarbeiter als Köpfe.

00:29:50: Das ist schon... Priesig.

00:29:52: Eine

00:29:52: Menge Personalgespräche, Mitarbeiter Jahresgesprächs.

00:29:55: Ja muss ja nicht alles echt nicht wahr sein!

00:29:56: Es gibt ja auch nachgerotnete Leitende.

00:29:59: Aber ein wichtiger Teil ist ja auch dass man und das zeigt ja dieser Geist in dem ihr diese Leitsätze da miteinander entwickelt habt in diesen Prozesse auch, dass man eben in diesem Kontext also miteinander unter den Professionen miteinander arbeitet aber auch gut miteinander feiern kann.

00:30:14: ich glaube es gibt eine psychiatrielegendäre Jahresfeste.

00:30:18: Hörst du davon?

00:30:19: Also da stehst du ja auch an, glaube ich am Mikro und spielst mal den einen oder anderen.

00:30:24: Zupfst mal an den Seiten.

00:30:26: Ja mit unterschiedlichen Menschen sprechen immer wieder Leute an.

00:30:29: Es gibt immer Leute die sagen okay mache mit.

00:30:32: Das ist eine tolle Erfahrung in diesem Haus.

00:30:35: also wir haben uns hier zufällig gefunden jetzt für die Jubiläumsfeiern Und dann hört man aber, da ist mal noch jemand und dann macht man das in unterschiedlichen Besetzungen auch zu unterschiedlichen Dingen.

00:30:46: Das ist im Ort toll wie hier so unterschiedliche Begabung und Talente rauskommen unter den Mitarbeitenden.

00:30:51: Ja genau, also wie viele es sind!

00:30:53: Wir haben ja auch richtige sehr beherzende MusikerInnen die in Bands oder auch als Solo-Künstler unterwegs an der Staunemannsorte.

00:31:01: ach du arres bei uns, wow!

00:31:04: Also das ist wirklich spannend.

00:31:06: Ja Lars... Auch wenn mir das natürlich Persönlich ganz leidtut, dass man Helge Schneider dir vorgezogen hat und Leonhard Cohen nicht deine Karriere geworden ist.

00:31:16: Aber schön, dass du bei uns bist und dass du hier deine Arbeit machst und das seit vielen Jahren daraus erzählt hast und mich ein Stück mitgenommen hast in die Welt der Psychiatriepfleger.

00:31:26: Dank dir ganz herzlich!

00:31:27: Ja nochmal danke, dass ich hier sein durfte war ja nur ein kurzer Einblick.

00:31:30: Können ja zu bestimmten Themen noch mal vertiefen?

00:31:33: Ja genau.

00:31:34: Danke dir!

00:31:35: Das waren... der Podcast des evangelischen Klinikums BKL.

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